NEUE MEDIZIN Und die Therapie?Dr. med. Ryke Geerd Hamer

Jürgen Faas, 2001

Der Widerwillen gegen "Hamer" und "Neue Medizin" ist stark und hat unterschiedliche Gründe. Wer sich aber ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzt, kommt in aller Regel zum Schluß, daß doch "was dran" sein muß. Der letzte Einwand lautet dann: Diagnostik revolutionär, Therapie fragwürdig!

In diesem Sinne äußerte sich zuletzt der Herausgeber von Co´med, einer Zeitschrift, die sich der sog. "Komplementärmedizin" verschrieben hat. Maiworm meint, Dr. Hamers Ansätze seien vielversprechend, aber er hoffe, daß ein Nachfolger dann auch in der Therapie "Substanzielleres" leisten könne (Editorial in Co´med 6/2000). Die sog. Komplementärmedizin wird übrigens von den Schulmedizinern gern gesehen, denn sie betont ja, "ergänzend" zu den schulmedizinischen Methoden therapieren zu wollen. Im günstigsten Fall kann ein cleverer Mediziner auf diese Weise gleich doppelt verdienen.

Mit anderen Worten, es gehört zum System der Komplementärmedizin, eine wirkliche ALTERNATIV-Medizin herabzuwürdigen. Wagt es letztere doch, schulmedizinische Therapien nicht etwa ergänzen zu wollen, sondern (teilweise) schlicht für falsch und gefährlich zu halten, ja sich gar selbst an die Stelle der Schulmedizin zu setzen. Eine ungeheuere Vorstellung für alle Schul-, Staats- und Komplementärmediziner!

Ein hochkarätiger und erstzunehmender Kritiker ist hingegen Prof. Stemmann. 1992 hat er zwar die Neue Medizin geprüft und für richtig befunden. Laut einem wohlwollenden Zeitungartikel (so was gab´s 1992 noch da und dort!) weicht Stemmann jedoch in einem wesentlichen Punkt von Hamer ab: die Hamer´sche Therapie sei insbesondere bei labilen Persönlichkeiten nicht ausreichend, bzw. sogar kontraproduktiv. Ein weiterer Artikel von 1998, in dem die Begriffe "Neue Medizin" und "Hamer" nicht mehr auftauchen, verweist auf Stemmanns Behandlungserfolge bei Neurodermitis bei Kindern; inwieweit er dabei eine eigene Therapie einsetzt, geht aus diesem Artikel nicht hervor. Offenbar hat er aber tatsächlich ein eigenes Therapiekonzept entwickelt, bzw. die Therapie der Neuen Medizin verfeinert, das sog. "Gelsenkirchener Behandlungsverfahren nach Dr. Stemmann". Hierbei ist zu beachten, daß die Neue Medizin unendlich viele "Behandlungsverfahren" offenläßt; sie gibt lediglich die Richtschnur vor, nämlich die Orientierung an einem nachweisbaren Konfliktgeschehen. Wie man einen biologischen Konflikt möglichst dauerhaft löst, ist eine Frage, die sicherlich bei zukünftigen therapeutischen Erörterungen eine zentrale Rolle spielen wird. Neuen Ideen steht dabei nichts im Wege!

Wer die Therapie der Neuen Medizin (NM) kritisiert, der muß sich fragen lassen, von welcher Krankheitsphase er spricht, insbesondere dann, wenn man die 5 biologischen Gesetzmäßigkeiten und damit auch die zweite davon, die Zweiphasigkeit aller Erkrankungen, grundsätzlich anerkennt. Beginnen wir mit der zweiten Phase, der pcl-Phase, die NACH der Lösung des biologischen Konflikts eintritt. Diese Phase wird auch Heilungs- oder Reparaturphase genannt, unterbrochen (idR) von der sog. Epileptischen Krise. Wie Dr. Hamer eindringlich ausführt, darf aber der Begriff "Heilungsphase", in der abgesehen von der Epileptischen Krise Vagotonie vorherrscht, nicht darüber hinwegtäuschen, daß in deren Verlauf größere klinische Herausforderungen auf den Arzt zukommen als in der konfliktaktiven (1.) Phase.

Für diese klinischen Herausforderungen ist die Neue Medizin jedoch gerüstet! Antibiotika und Cortison sind in der NM nicht verpönt, wenngleich sie aufgrund des besseren Verständnisses der biologischen Vorgänge natürlich viel gezielter und dosierter eingesetzt werden können (Übersicht über die Medikation in der NM). Es wird auch bei durchgängiger Anwendung der NM noch Intensivstationen geben!

Chemotherapie "wirkt" ebenfalls in der vagotonen Phase, keinesfalls bei einem aktiven Konflikt und dem dazugehörigen aktiven Tumor. Im Gegensatz zu Antibiotika "erleichtert" Chemo aber nicht die Heilung, sondern unterbricht sie, zu Lasten des Knochenmarks. Wenn nicht zufällig in dieser Zeit eine Konfliktlösung eintritt, dann verbleiben jetzt zwei Alternativen: Entweder man läßt der Heilungsphase dieses Mal ihren Lauf, dann hätte man dies aber besser schon beim ersten Mal getan, ohne den Patienten mit Chemo zu vergiften (= häufig unfruchtbar zu machen); oder aber man holt wieder die Chemo-Keule raus, und immer so weiter...dann ist der Tod aber vorprogrammiert, denn Chemotherapie geht an die Lebensreserven (vom "Ziehharmonika-Effekt" am Hamer´schen Herd ganz zu schweigen). Dies ist auch der Grund dafür, daß mit AZT behandelte "HIV"-"Patienten" heute zum größten Teil verstorben sind ("HIV"-Behandlung ist ja prinzipiell Dauerbehandlung!).

Wenn sich also die Kritik an der NM-Therapie auf die pcl-Phase richtet, dann müßte sie schon konkreter vorgetragen werden. Ich persönlich denke allerdings eher, die meisten dieser Kritiker wissen überhaupt nicht, daß die NM auch "klinisch" voll im Bilde ist! Zur Wirkungsweise sämtlicher "Mittel", egal ob schulmedizinisch, homöopathisch oder alternativ, sind diese Ausführungen Dr. Hamers Pflichtlektüre (sie sind detallierter als die o.g. Übersicht über die Medikation).

Sollte sich die Kritik aber auf die konfliktaktive Phase beziehen, dann müssen sich die Kritiker wirklich fragen lassen, was denn helfen soll, außer den Konflikt zu lösen bzw. ihn "herunter zu transformieren" bzw. irgendwie mit ihm umzugehen. Wie gesagt, sind der Phantasie bei der Konfliktlösung keine Grenzen gesetzt. Sicher "darf" man auch weiterhin Symptome bekämpfen, wenn der Nutzen den Schaden überwiegt. Man "darf" auch weiterhin operieren, aber diese Entscheidung wird nach neuen Regeln getroffen, nach denen der Neuen Medizin. Im übrigen verweise ich auch hierzu auf den Link im vorigen Absatz.

Als Resümee bleibt daher nur festzuhalten: :

1.) Die Neue Medizin ist keine Therapie! Sie gibt nur das biologische Verständnis vor, an dem sich jede Therapie auszurichten hat!

2.) Die Neue Medizin hat sich dort, wo sie angewendet werden durfte (meistens nur unvollkommen möglich), als erfolgreich erwiesen, d.h. die auf ihr beruhenden THERAPIEN waren erfolgreich!
und
3.) Die Neue Medizin beansprucht nicht, das Ende aller Forschung zu sein; vielmehr ist sie der Beginn ausgedehnter Forschungen!

Und so sieht eine Therapie aus, die sich an den Biologischen Gesetzen der Neuen Medizin orientiert:
Kurzeinführung der NM (Therapie)


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