Neue Medizin - Vortrag (H. Pilhar) und Überlegungen

Dieser Text entstand anläßlich eines Vortrags von Helmut Pilhar am 27.1.03 in Murrhardt. Es war jedoch nicht meine Absicht, eine Art Zusammenfassung zu dieser Veranstaltung zu machen, da die meisten grundlegenden Fakten, die 5 Naturgesetze der NM, bereits auf mehreren Seiten im Internet gut dargestellt sind (vor allem auf www.pilhar.com, www.neue-medizin.de), und die besondere Kunst eines gelungenen Vortrags nicht schriftlich wiedergegeben werden kann. Stattdessen will ich mich auf einige Punkte beschränken, die mir aus unterschiedlichen Gründen aufgefallen sind. Sofern meine eigenen Überlegungen dazu auch kritische Anmerkungen enthalten, möchten die Vertreter der Neuen Medizin dies bitte als konstruktive und äußerst wohlwollende Kritik und nicht als Ausdruck zerstörerischer Profilierungssucht o.ä. verstehen.

Anfangs rief Pilhar den zahlreich erschienenen Zuhörern den Lebenslauf Dr. Hamers in Erinnerung. Vier Themen waren es (drei davon medizinische), die ihn, den ungewöhnlich Begabten und Engagierten, seit Jahrzehnten immer wieder in die Medien brachten:
1.) Hamer war der jüngste zugelassene Arzt Deutschlands.
2.) Die diversen technischen Erfindungen Dr. Hamers (Hamer Skalpell etc.), die von Pilhar sogar näher erläutert wurden. Mit Hilfe der Erlöse aus den Patenten wollte Hamer bekanntlich Kranke in Neapel kostenlos behandeln.
3.) Die Ermordung seines Sohns Dirk (und der skandalöse Prozeß gegen dessen Mörder)
4.) Die Entdeckung der Neuen Medizin, die freilich nicht als solche dargestellt wurde. Vielmehr:

Verleumdungen ohne Ende! "Warum", fragte Pilhar, "gibt es in so vielen unterschiedlichen (großen) Medien nirgends eine Darstellung der INHALTE der NM, warum werden nirgends die Bestätigungen (erfolgreiche Überprüfungen) erwähnt? Statt dessen immer nur ´Scharlatan, Wunderheiler´?" Immerhin wäre doch die Auflagensteigerung mit einer Schlagzeile wie "Sensation: Hamer hat doch recht" garantiert. Welche Kräfte und Interessen also stehen hinter diesem organisierten Totschweigen und Verleumden? Die Logen sind es, da unterscheidet sich Pilhars Ansicht nicht von der Hamers. Jedenfalls sei "von oben" nichts zu erwarten.

Daher setzt er allein auf "Druck von unten". Er nannte die Stammtische, die überall fast wie Pilze aus dem Boden schießen. Er selbst bildet die Stammtischleiter aus. Wie ich von Teilnehmern verschiedener Stammtische weiß, sind das keine Schwätzerbuden, sondern es geht dort überwiegend ernsthaft und auch kritisch zur Sache. Diverse Verschwörungstheorien werden beispielsweise keineswegs von allen Stammtischen geteilt. Glücklicherweise scheint die NM auch "zu biologisch" für eine eventuelle Sektenbildung zu sein.

Diese Stammtische waren m.E. das Ei des Kolumbus. Auf diese Weise ist im Laufe der Zeit eine große Anzahl von Menschen erreichbar. Pilhar: "3 - 4% der Bevölkerung sind die kritische Masse. Wenn wir die erreichen, haben die Schulmediziner keine andere Chance mehr, als NM zu machen. Und dann wird es wieder heißen: ´Wir haben ja im Grunde schon immer gewußt, daß die NM richtig ist´." Ja, so ist es, Helmut, einschließlich des Phänomens der nachträglichen Widerstandskämpfer...alles schon da gewesen!

"Hamer ist Schulmediziner", sagte Pilhar zu meiner Verblüffung; man hätte hier eher ein "WAR Schulmediziner" erwarten können. Aber wenn man die Einstellung Hamers zu "alterna(t)iven" Heilmethoden kennt, weiß, daß Hamer den Schulmediziner nicht abgelegt hat. Leider übernimmt Pilhar diese Haltung. Homöopathie und Reiki (stellvertretend für viele Therapien) bekamen ihr Fett weg - hier ist nach wie vor keine Aufweichung der Standpunkte zu erkennen. Dabei habe ich nicht den Eindruck, daß Hamer & Co. alternative Methoden tatsächlich empirisch untersucht hätten. Sollte man da nicht wenigstens die Möglichkeit offenhalten, daß z.B. eine Linderung oder Beschleunigung der Heilungsphase durch bestimmte alternative Therapien erreicht werden kann (auch wenn man nicht weiß warum)? Es tut schon weh, wenn von neu-medizinischer Seite in gleicher Weise auf Homöopathen eingeprügelt wird wie von Schulmedizinern. Wie kann man Erfahrungswerte von so vielen bodenständigen Therapeuten einfach als Einbildung beiseite schieben? Vielleicht liege auch ich falsch, die Zukunft wird es zeigen (hoffentlich bald).

Nicht "aufgeklärt" ist Pilhar (auch) über die Virenmärchen. Das ist im Grunde auch nicht notwendig, denn die NM hat die Rolle der Mikroben ja neu beschrieben, so daß kaum ein Neu-Mediziner auf die Idee kommen würde, sich z.B. gegen Pocken impfen zu lassen. Dennoch denke ich, daß man auf das superstarke Argument "Pockenviren existieren nicht" keinesfalls verzichten sollte! Wir dürfen nicht vergessen, daß Hamer von exotischen Viren spricht, denen wir aufgrund "Unangepaßtheit" zum Opfer fallen können, und laut früheren Äußerungen Pilhars sei Hamer gar für Impfungen gegen bestimmte exotische Viren?! Ich glaube aber nicht, daß Hamer solche Empfehlungen heute noch aussprechen würde, falls er es wirklich jemals getan hat.
(Links zur Nichtexistenz von Pockenviren demnächst komplett an dieser Stelle)

Das Establishment habe Schulmediziner, die sich für die NM einsetzten, vernichtet, sagte Pilhar. Dr. Stangl (Amtsarzt!) und Prof. Birkmayer sahen sich einem regelrechten Psychokrieg ausgesetzt. Einem von ihnen wurde gar mit der Ermordung seiner Kinder gedroht. Es fällt sehr schwer das zu verstehen. Sicher sind viele Menschen psychisch oder geistig zu eingeschränkt, um die NM (so einfach und doch so schwer) zu begreifen, ohne daß sie wirklich böswillig wären. Diese Erfahrung muß ich leider immer wieder machen. Aber Mafiamethoden gegen die NM anzuwenden, das ist schlechterdings unbegreiflich. Offenbar kann sich das Menschsein auf einem bemerkenswert niedrigen Level abspielen, aber ist Leben ohne jegliche Selbstachtung wirklich möglich?
Auch Autoren wurden möglicherweise eingeschüchtert. Christian Bachmann hatte mit seinem Buch "Die Krebsmafia" (1983) überhaupt keine Werbung für die NM gemacht, sondern lediglich auf das Debakel der Schulmedizin hingewiesen und seine (falsche) "Viren machen Krebs"Hypothese vorgestellt. Die Reaktionen des Establishments waren offenbar aber eindeutig genug, um Bachmann mundtot zu machen: Das Buch sei vergriffen, berichtete Pilhar, und werde nicht wieder aufgelegt. Er habe mit Bachmann selbst gesprochen, und der wolle mit dem Buch nichts mehr zu tun haben!

Ein Hintergrund der ganzen Brutalität ist laut Pilhar die geplante Reduktion der Weltbevölkerung. Und das betreffe nicht nur Afrikaner etc., sondern uns alle, meinte er. Er zitierte die bekannte Aussage des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Hubert Markl, derzufolge wir einen Rückgang der Weltbevölkerung auf 1 - 2 Milliarden erreichen müssen (1). Und das, so Pilhar, solle nicht nur durch Maßnahmen auf der Geburtenseite, sondern auch auf der Sterbeseite erreicht werden. Bei der Abtreibung kann man sich ja streiten, ob jemand "nicht geboren" oder jemand "getötet" wird. Daß Ärzte (in bestimmten Fällen) die Abtreibung durchführen dürfen (müssen?), so Pilhar, sei dadurch möglich geworden, daß der Eid des Hippokrates durch den Eid von Rabbi Moses Maimonides ersetzt worden sei (Genfer Ärztegelöbnis). Nach der jüdischen Lehre sei ein ungeborenes Kind bis zum 40. Tag nämlich noch kein Mensch und kann daher moralisch unbedenklich entsorgt werden.

Eine Zuhörerin kritisierte, Pilhar würde die Mortalitätsraten der Schulmedizin (über 90% bei Organkrebs) übertreiben. Schließlich gebe es laut Statistik eine Heilungsrate bei Brustkrebs von 60%. Eine Frage der Rechenweise, rief Pilhar in Erinnerung. Wenn durch schulmedizinisch verursachte Diagnose- und Prognoseschocks sog. Metastasen aufträten, falle der Fall aus der schulmedizinischen Statistik heraus. Beispiel: 100 Frauen mit Brustkrebs, 90 mit "Metastasen" (sterben praktisch alle), 10 ohne "Metastasen" - in diesem Fall überleben auch ohne NM vielleicht 6. Schulmedizinische Rechnung: 6/10 = 60% Heilung. NM Rechnung 6/100 = 6% Heilung.

In diesem Zusammenhang erinnerte Pilhar auch an das "Linzer Phänomen": 140 Frauen war der positive Abstrich nicht mitgeteilt worden, weil die Arzthelferin eines Linzer Gynäkologen dies nicht übers Herz brachte. Diese 140 Frauen wurden polizeilich gesucht, und eine einzige mußte operiert werden (sonst wäre auch diese womöglich noch von selbst gesund worden, sagte Pilhar unter dem Gelächter des Publikums).

Fazit (gleichzeitig Diskussionsanstoß): Wir sind auf einem guten Weg. Helmut Pilhar leistet eine unglaubliche Arbeit. Eine Versöhnung der NM mit alternativen Methoden ist jedoch angezeigt. Die NM sollte auch die Frage der fehlenden Virennachweise nicht länger ignorieren. Bei den diversen Verschwörungstheorien ist Sorgfalt und Differenzierung geboten.


Jürgen Faas, 29.01.2003

(1) Interview mit der Frankfurter Rundschau vom 9. Januar 2001



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