Schreiben der "Perth Group"

Dieses Schreiben bezieht sich auf Gisselquist und andere, die in letzter Zeit bemerkt haben, daß für die hohen "HIV-Raten" in Afrika nicht SEX verantwortlich sein kann; statt dessen wird eine Übertragung auf medizinischem Wege vermutet. Wer meint, daß dies auf Beifall von medizinkritischer Seite stoßen müßte, sieht die Sache natürlich zu oberflächlich. Es handelt sich tatsächlich um einen (verzweifelten?) Versuch, HIV einschließlich seiner Übertragbarkeit zu retten. Eleni Papadopulos-Eleopulos von der "Perth Group" weist ihn energisch zurück. Ihre Zuschrift wurde wie folgt veröffentlicht:
Papadopulos-Eleopulos E et al.: "High rates of HIV seropositivity in Africa - alternative explanation." Int J STD AIDS. 2003; 14: 426.
Das Dokument ist hier auf der Homepage des kritischen Arztes Roberto Giraldo komplett (einschließlich Anhang) online.

Die Gruppe kann über Dr. Val Turner (Email: vturner@bigpond.net.au) kontaktiert werden.

Es folgt meine Übersetzung. Dies wird voraussichtlich meine letzte Arbeit zu "HIV" und "AIDS" sein. Der medizinisch-industrielle Komplex kann m.E. nicht über "AIDS" erschüttert werden (auch wenn dort der Irrsinn am augenfälligsten wird), weil sich (fast) kein Mensch für "AIDS" interessiert. AIDS ist tot (Wieviele AIDS-Kranke - oder was man dafür hält - kennen Sie? Und wieviele Krebskranke?) Die entscheidenden Schläge müssen vorrangig über die Aufdeckung von "Impfen ohne Grundlage" und die Erkenntnisse der "Neuen Medizin" (natürlich neben weiteren Erkenntnissen) geführt werden.

Hohe Raten von HIV-Seropositivität in Afrika - alternative Erkärung
Es ist erfreulich, daß Gisselquist et al. [1] , wenn auch aus anderer Perspektive, zum gleichen Schluß kommen wie wir, daß eine heterosexuelle sowie eine Mutter-Kind-Übertragung nicht für die hohe Rate von HIV-Seropositivität in Subsahara-Afrika verantwortlich sein kann [2-4]. Das Argument von Gisselquist und seinen Kollegen, daß afrikanische Statistiken mit einem iatrogenen Mechanismus erklärbar sein könnten, der verschmutzte Nadeln beinhaltet, stößt auf mindestens zwei Schwierigkeiten: Erstens: Angesichts der Tatsache, daß viele infektiöse Erreger in Afrika schon vor der AIDS-Ära existierten und unbestrittenermaßen länger in Nadeln und Spritzen überleben als HIV und auch leichter übertragbar sind [5], sollten solche Erreger häufiger als HIV anzutreffen sein. Zweitens: Ihr Glaube, daß HIV länger als vier Wochen überleben kann, wird von anderen HIV-Experten nicht geteilt, eingeschlossen den "Centers for Disease Control and Prevention" (CDC): "...das Trocknen von HIV-infiziertem menschlichem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten reduziert das theoretische Risiko von Übertragungen über die Umwelt (environmental transmission) auf das, was auch beobachtet wurde - praktisch Null" [6].

Eine alternative, und aus unserer Sicht auch plausiblere Erklärung könnte sich aus einer Überprüfung der Spezifizität des Antikörper-Tests [2] ergeben. Die einzige Möglichkeit, ihre Spezifizität zu bestimmen, besteht darin, die Isolation von HIV durchzuführen, um einen Goldstandard zu erhalten. Derzeit jedoch stimmen einige der bekanntesten HIV/AIDS-Experten darin überein, daß es einen solchen Goldstandard nicht gibt. "Eine Schwierigkeit bei der Bewertung der Spezifizität und Sensitivität von menschlichen Retroviren [einschließlich HIV] ist das Fehlen eines abschließenden ´Goldstandards´" [7,8]. Einem Hersteller von Antikörpertests zufolge gibt es "derzeit keinen anerkannten Standard um die An- oder Abwesenheit von HIV-1 Antikörpern in menschlichem Blut nachzuweisen" [9]

Wenn man weiterhin berücksichtigt, daß a) Antikörper, die gegen die infektiösen Erreger gerichtet sind, welche die pilz- und mykobakteriellen in Afrika sehr verbreiteten Krankheiten verursachen, mit HIV Antigenen kreuzreagieren [10-13], b) 60% aller Kinder von HIV-positiven Müttern wieder HIV-negativ werden, nachdem die mütterlichen Antikörper aus dem Blutkreislauf verschwunden sind [3,14,15] - mit den einzig möglichen Erklärungen, daß entweder Kinder sich selbst von HIV befreien oder die Tests unspezifisch sind -; c) die Kriterien die einen positiven Western Blot definieren, unter den Institutionen und Laboratorien beträchtlich variieren und in Afrika am lockersten gehandhabt werden [16] [siehe Anhang; Anm. d. Übers.: siehe für Anhang die engl. Version]; ist es naheliegend, daß die erhöhte Zahl von positiven Antikörpertests in Subsahara Afrika auf kreuzreagierende Antikörper zurückzuführen ist.

Obwohl es manchem tatsächlich "kurios" anmuten mag [17], ist eine nicht-retrovirale Erklärung für die Korrelation zwischen "Seropositivität" und Morbididät, Mortalität und AIDS in Afrika [18] äußerst wahrscheinlich. Klinischen Praktikern sind Tests nicht fremd, die signifikante Nützlichkeit und prognostische Qualität bieten, und dennoch ohne jede Spezifizität sind. Der Test, der wohl das beste Beispiel dafür bietet, ist die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (= BSG) (oder Erythrocyte Sedimentation Rate = ESR), weil dieser, wie HIV-Antikörpertests, mit erhöhten Antikörperwerten und Akute-Phase-Proteinen einhergeht. In der Tat gibt es Anhaltspunkte, daß eine erhöhte ESR ein besserer prognostischer Marker für die Entwicklung von AIDS ist als die Abnahme der CD4-Zellen [19], obwohl Letzteres als Ursache des Syndroms (AIDS) angenommen wird. Ein positiver Antikörpertest, ebenso wie ESR, können Indikatoren für die Neigung zur Entwicklung bestimmter Krankheiten sein, ohne daß notwendigerweise ein Zusammenhang mit einer HIV-Infektion besteht.

Eleni Papadopulos-Eleopulos (1)
Valendar F Turner (2)
John M Papadimitriou (3)
Helman Alfonso (4)
Barry A P Page (1)
David Causer (1)
Sam Mhlongo (5)
Christian Fiala (6)
Anthony Brink (7)


1 Department of Medical Physics
2 Department of Emergency Medicine,Royal Perth Hospital, Perth
3 Department of Pathology,University of Western Australia,Perth, Western Australia
4 Department of Research,Universidad Metropolitana Barranquilla,Colombia
5 Family Medicine & Primary Health Care,Medical University of South Africa,Johannesburg, South Africa
6 Mollardgasse 12a-A-1060 Vienna, Austria
7 Advocate of the High Court of South Africa
Referenzen:
1 Gisselquist D, Rothenberg R, Potterat J, Drucker E. HIV
infections in sub-Saharan Africa not explained by sexual or
vertical transmission. Int J STD AIDS 2002;13:657-66
2 Papadopulos-Eleopopulos E, Turner VF, Papadimitriou JM,
Bialy H. AIDS in Africa: Distinguishing fact and fiction.
World J Microbiol Biotechnol 1995;11:135-43
3 Papadoulos-Eleopulos E, Turner VF, Papadimitriou JM et al.
Mother to child transmission of HIV and its prevention with AZT
and nevirapine. Perth: The Perth Group, 2001
4 Papadopulos-Eleopulos E, Turner VF, Papadimitriou JM,
et al. Global voices on HIV/AIDS. Heterosexual transmission
of HIV in Africa is no higher than anywhere else. BMJ
2002;324:1035. http://bmj.com/cgi/content/full/324/7344#resp3
5 Simonsen L, Kane A, Lloyd J, Zaffran M, Kane M. Unsafe
injections in the developing world and transmission of
bloodborne pathogens: a review. Bull WHO 1999;77:
789-800
6 CDC. Fact sheet on HIV transmission. Fact sheet on HIV
transmission 1994; January. www.cdc.gov/hiv/pubs/facts/
transmission.htm
7 Blattner WA. Retroviruses. In: Evans AS, ed. Viral infections
of humans. 3rd edn. New York: Plenum Medical Book
Company. 1989:545-92
8 Mortimer PP. The AIDS virus and the AIDS test. Med Int
1989;56:2334-9
9 Abbott Laboratories. Human Immunodeficiency Virus
Type-1. Qualitative Enzyme Immunoassay for the Detection
of Antibody to Human Immunodeficiency Virus Type-1
(HIV-1) in Human Serum or Plasma. Abbott Laboratories,
Diagnostics Division, 1988.
10 Kashala O, Marlink R, Ilunga M, et al. Infection with human
immunodeficiency virus type 1 (HIV-1) and human T cell
lymphotropic viruses among leprosy patients and contacts:
correlation between HIV-1 cross-reactivity and antibodies
to lipoarabinomannan to interpret. J Infect Dis 1994;169:
296-304
11 Muller WEG, Bachmann M, Weiler BE, Schroder HC,
Uhlenbruck GU, Shinoda T, et al. Antibodies against defined
carbohydrate structures of Candida albicans protect H9 cells
against infection with human immunodeficiency virus-1 in
vitro. J Acquir Immun Defic Syndr 1991;4:694-703
12 Tomiyama T, Lake D, Masuho Y, Hersh EM. Recognition of
human immunodeficiency virus glycoproteins by natural
anti-carbohydrate antibodies in human serum. Biochem
Biophys Res Comm 1991;177:179-85
13 Papadopulos-Eleopulos E, Turner VF, Papadimitriou JM,
Causer D. HIV antibodies: Further questions and a plea for
clarification. Curr Med Res Opinion 1997;13:627-34
14 Mother-to-child transmission of HIV infection. The European
Collaborative Study. Lancet 1988;ii:1039-43
15 Parekh BS, Shaffer N, Coughlin R, et al. Dynamics of
maternal IgG antibody decay and HIV-specific antibody
synthesis in infants born to seropositive mothers. The NYC
Perinatal HIV Transmission Study Group. AIDS Res Hum
Retrovir 1993;9:907-12
16 Papadopulos-Eleopulos E, Turner VF, Papadimitriou JM. Is
a positive Western blot proof of HIV infection? Bio/
Technology 1993;11:696-707
17 Dondero TJ, Curran JW. Excess deaths in Africa from HIV:
confirmed and quantified. Lancet 1994;343:989
18 Mulder DW, Nunn AJ, Kamali A, Nakylingi J, Wagner HU,
Kengeya-Kayondo JF. Two-year HIV-1-associated mortality
in a Ugandan rural population. Lancet 1994;343:1021-3
19 Lefrere JJ, Salmon D, Doinel C, et al. Sedimentation rate as a
predictive marker in HIV infection. AIDS 1988;2:63-4

[Anhang (mit Graphik) siehe im englischen Original (Appendix)]



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