(Veröffentlichter) Leserbrief von Prof. Claus Meier an die Fränkische Landeszeitung

Betrifft: Klimaschutz

Zur Nachricht "Aus Brüssel bekommt der US-Präsident Gegenwind" in der NN vom 13. Juni 2001 ist festzustellen:

1) Die Grafik "Klimawandel: Die Jahrestemperatur steigt" zeigt lediglich den aufsteigenden Teil einer Wellenbewegung und suggeriert damit stetig steigende Temperaturen. Dies stimmt nicht. Temperaturaufzeichnungen der Wetterstation Hohenpeißenberg bei Schongau belegen, dass es in Bayern vor zweihundert Jahren wärmer war als heute. Vor hundert Jahren gab es ein Temperaturtief und dieser Tiefstpunkt wird nun als Ausgangspunkt von "Klimakatastrophenmeldungen" genommen - ein typischer Fall von Datenmanipulation.

2) Die letzte große Eiszeit war vor etwa 1,5 bis 2 Millionen Jahren mit einer größten Ausdehnung des Inlandeises etwa bis zur Linie Prag - Frankfurt - Südengland - Irland. Diese Eiszeitperiode untergliedert sich in sechs Kaltzeiten und dazwischen natürlichen Warmzeiten. Diese Temperaturwechsel zu damaliger Zeit haben nun wirklich keine durch den Menschen verursachten Gründe - und trotzdem ist das Eis (bis auf das Gebiet von Grönland) geschmolzen.

3) CO2 ist nicht in der Lage, die in einer großen Bandbreite auftretende terrestrische Erdabstrahlung messbar zu mindern, da CO2 nur an zwei Stellen dieses Bereiches Wärmestrahlen absorbiert - und das dann auch nur zu etwa 65 Prozent. Damit spielt CO2, das sowieso nur 0,03 Prozent der Atmosphäre ausmacht, auf die Strahlungsbilanz überhaupt keine Rolle.

4) Das von einer Bundesanstalt herausgegebene Buch "Klimafakten - Der Rückblick, ein Schlüssel für die Zukunft" (untersteht Wirtschaftsminister Müller) bestätigt diese Sachverhalte. Dort wird von einer wahren Achterbahnfahrt des Klimas durch die Erdgeschichte gesprochen und weiter heißt es dort, dass nicht das oft zitierte Kohlendioxid bestimmen - der Faktor des Klimageschehens ist, sondern vielmehr die Sonne, die wie ein Motor die klimawirksamen Prozesse in der Atmosphäre, den Ozeanen und in der Biosphäre antreibt. Endlich liegt eine "offizielle Aussage" vor, die die Klimadiskussion versachlicht. Insofern sind die "internationalen Bemühungen zur Bekämpfung der Klimakatastrophe", sind die "Aufrufe zur CO2-Minderung zum Schutze der Umwelt" nur heiße Luft. Indizien sprechen dafür, dass dieses Spielchen die Atomstroinlobby inszeniert hat - immerhin können sie ihr Produkt "CO2-frei" anbieten.

Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier, Architekt, Neuendettelsauer Str. 39, 90449 Nürnberg

Quelle: Fränkische Landeszeitung, Samstag/Sonntag, 7./8. Juli 2001 / Seite 40

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