Irrwege der Medizin: Impfungen, Krebs...(6)

Ernährungswissenschaftler

Kein Herzinfarkt durch das tägliche Ei
Anders als lange vermutet, steigert das tägliche Frühstücks-Ei nicht das Risiko eines Herzinfarkts.

Eine Studie an 100 000 gesunden Männern und Frauen in den USA zeigt, daß ein Ei am Tag nicht zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führt. Vor einigen Jahren hatten Mediziner noch davor gewarnt, wegen ihres Cholesteringehalts mehr als drei Eier pro Woche zu essen.

Warum das in Eiern enthaltene Cholesterin nicht, wie erwartet, die Arterien verstopft, konnten sich die Forscher von der Harvard Universität in Boston nicht erklären...
[ARD/ZDF-VT v. 20.04.1999]


Chemo"therapie" (Krebs)

Eingeständnis eines Medizinwissenschaftlers
Auch heute noch, nach mehreren Dekaden intensiver klinischer Therapieforschung an zytostatischen Substanzen, fehlt für die allermeisten Krebse jegliche Evidenz dafür, daß die mit diesen Substanzen durchgeführte Krebsbehandlung in ihrem Hauptanwendungsbereich, nämlich bei fortgeschrittenen Krankheitsstadien, überhaupt einen günstigen Einfluß auf die Lebenserwartung ausübt. Die gemeinhin verbreiteten Erfolgsmeldungen sind, was die epithelialen Krebse betrifft, zumindest irreführend (...) Natürlich ist nicht auszuschließen, daß in Zukunft zytostatische Substanzen gefunden werden, die bei fortgeschrittenen epithelialen Krebsen die Überlebenszeit der Patienten deutlich verlängern. Einstweilen erscheint jedoch in dieser von Erfolglosigkeit geprägten Situation die derzeitige starke Konzentration der Studienkapazitäten auf die Chemotherapie schwerlich gerechtfertigt. Und auch die Vorwürfe, die die Schulmedizin sicherlich meistens zu Recht den ´Außenseitern´ der Medizin macht, daß sie nämlich außerstande seien, ihre Erfolgsbehauptungen wissenschaftlich zu untermauern, fallen auf sie selbst zurück. Ein Umdenken in Krebstherapie und Krebsforschung erscheint nicht nur aus wissenschaftlichen Gründen, sondern vor allem im Interesse der Patienten dringend erforderlich.
[Prof. Abel vom Krebsforschungszentrum Heidelberg in "Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome. Eine kritische Bestandsaufnahme", 1990, 2. Auflage 1995;
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Und noch mehr Eingeständnisse
Trotz jahrzehntelanger Grundlagenforschung und klinischer Forschung und Versuchen, neue Therapien zu versprechen, bleibt Krebs die Hauptursache für Krankheit und Mortalität (...) Die altersbereinigte Sterblichkeit an Krebs 1994 (200,9 auf 100.000 der Bevölkerung) war 6,0 Prozent höher als die Rate 1970 (189,6 auf 100.000)...Schlußfolgerung: Der Krieg gegen den Krebs ist weit davon entfernt, vorbei zu sein (...). Der Effekt neuer Behandlungen für Krebs war eine große Enttäuschung. Die vielversprechendste Annäherung an eine Kontrolle des Krebs ist eine nationale Einrichtung zur Prävention mit einer begleitenden Neueinstellung des Zieles und der Basis von Forschung.(...)
Der gegenwärtige Optimismus betreffend neuer Therapie-Fortschritte, der sich auf die Molekularmedizin gründet, mag sich als gerechtfertigt herausstellen, aber die Argumente sind in Ton und Rhetorik ähnlich denen der vergangenen Jahrzehnte gegenüber der Chemotherapie, der Tumorvirologie, der Immunologie und anderen Fortschritten. Unserer Ansicht nach verlangt die Vorsicht einen skeptischen Blick gegenüber festen Behauptungen, daß herrliche neue Behandlungen für Krebs nur darauf warten, entdeckt zu werden...
[Gornik und Bailar in "New England Journal of Medicine" vom Mai 1997]

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