Irrwege der Medizin: Impfungen, Krebs...(4)

IMPFUNGEN (II): Kinderlähmung
a) Frankreich
Monsieur Poniatowski, damaliger Gesundheitsminister, hatte an mehrere Abgeordnete einen Brief versandt, in dem er ihnen bewies, daß an der Wirksamkeit der Impfungen kein Zweifel bestehen könne. Er behauptete folgendes: "Die Impfungen setzten 1957 ein. Im Verlauf dieses Jahres wurden 4.109 Polioerkrankungen, davon 304 mit tödlichem Ausgang, registriert. 1960 wurde eine deutliche Verringerung der Endemie festgestellt: 1.663 Fälle, 149 mit tödlichem Ausgang. Diese Tendenz hat sich fortgesetzt:
1963: 773 Fälle, davon 74 tödlich
1966: 221 Fälle, davon 36 tödlich
1972: 37 Fälle, davon 8 tödlich."
Diese Zahlen lasssen sich in die untenstehende Kurve umsetzen. Sie ist genau und sehr eindrucksvoll, gibt aber ein falsches Bild von der Realität, da die Zahlen aus den vorhandenen Angaben so ausgewählt wurden, daß man beweisen konnte, was bewiesen werden sollte.

        Wir wollen kurz das Gesamtergebnis dieser Untersuchung rekapitulieren: 1. Der Rückgang der Kinderlähmung begann bereits vor [!] der Impfung.
2. Ein plötzliches Wiederaufleben der Kinderlähmung kann sich sowohl in geimpften als auch in nicht geimpften Zonen manifestieren.
3. Die Tatsache, daß 1980 die Krankenzahlen annähernd denen von vor 20 oder 30 Jahren entsprachen, läßt in keinem Fall einen Schluß auf die Effizienz der Impfungen zu.

Betrachtet man die Gesamtheit der relativen Zahlen zu Beginn der fraglichen Periode (das Ende ist nicht interessant, da es nicht mehr signifikant ist) so erhält man Abb. 18, in die als Strich-Punkt-Linie die vorherige Kurve eingezeichnet ist. ... Es ist unter diesen Voraussetzungen tendenziös, zu behaupten, wie es der Minister tut, daß 1960 "eine deutliche Verringerung der Endemie festgestellt" wurde: Nach mehr als drei Jahren Impfung war die Zahl der Erkrankungen noch nicht einmal auf die von 1956, vor jeder Impfung zurückgegangen!

b) Großbritannien
Nach den Berichten des englischen Gesundheitsminsteriums erfolgte nach Beginn der Impfungen im Jahre 1956 im Lauf von sechs Jahren eine Abnahme der Sterblichkeit um 67%.
1956: 137 Tote
1962: 43 Tote
Ein wunderbarer Rückgang, zweifellos. Aber ist er den Impfungen zuzuschreiben? Ein einziger Blick auf die Kurve der Allgemeinentwicklung der Sterblichkeit durch Kinderlähmung von 1916 bis 1962 beweist das Gegenteil: Der Rückzug der Polio wurde schon vor Beginn der Impfung eingeleitet.... [man beachte auch das Aufflackern der Polio nach den Diphterie-Impfungen].....

c) Rio de Janeiro
Vor der Impfung gab es in Rio de Janeiro etwa 80 Poliofälle pro Jahr. Es handelte sich dabei um eine gutartige Krankheit, die manchmal mit Katarrh, Grippe, Angina usw. koinzidierte [zusammenfiel] und nur sehr selten zu Lähmungserscheinungen führte. Doch im Jahre 1965, als man jahrelang Masssenimpfungen mit dem Impfstoff nach Salk, von 1956 bis Oktober 1961, dann mit dem Sabin-Impfstoff durchgeführt hatte, stieg die Zahl der Fälle auf über 700, wobei diesmal zahlreiche Fälle mit Lähmungen der Atemwege auftraten. Die Öffentlichkeit und die Behörden erregten sich so sehr darüber, daß sie Dr. Sabin herbeizitierten. Aber seine beschwichtigenden Worte konnten nicht verhindern, daß die Zahl der Poliofälle auf 1.200 anstieg....

d) Madeira
In Madeira wurde die erste Injektion mit Polioimpfstoff erst 1964 durchgeführt. Die Krankheit war dort praktisch unbekannt. Prof. Rentchnick schrieb in "Médicine et Hygiéne" (Nr. 1021 vom 30.August 1972): "1965 hatte man von 100.000 unter 20-jährigen etwa 7.000 Personen, vor allem Kleinkinder, geimpft. 1966 fand bei 40.000 Kindern eine Schluckimpfung mit dem Sabin-Impfstoff statt. Im Lauf der folgenden Jahre impfte man ungefähr 3.000 - 4.000 Kinder ,teils zum ersten Mal, teils als Wiederholung, aber man verwendete gleich im ersten Anlauf den trivalenten Impfstoff.. ...Der erste Fall der Polioepidemie dürfte am 10.März 1972 diagnostiziert worden sein... ...Zwischen dem 10. März und 1. August gab es 81 stationäre Fälle (das Alter schwankte zwischen 15 Monaten und viereinhalb Jahren) und 12 Patienten starben an Bulbärparalyse. Erstaunlich ist, daß die Polio auch zahlreiche Kinder befiel, die geimpft worden waren, und daß von den 12 Kindern vier geimpft worden waren. Also ein Drittel der Toten war mit dem trivalenten Impfstoff nach Sabin geimpft worden...."

        Man versteht, daß unter solchen Bedingungen Prof. Rentchnick bei Fehlen jeglicher Bestätigung durch Lumbalpunktion oder Autopsie nachdenklich feststellt: "In Madeira hätten die Ärzte zu dem Glauben gelangen können, die Polioschutzimpfung sei gefährlich, hatte es doch vor den Impfungen nie Polioepidemien gegeben. Aber sie rechtfertigten ihre Diagnosen mit dem Umstand, daß eben die Impfung die Epidemie blockiert habe". So stark ist also das Vorurteil zugunsten des Impfstoffs, daß die Behörden angesichts des klaren Fehlschlags, statt mit den Impfungen aufzuhören, sich entschieden, die Epidemie zu "bekämpfen", indem sie ab Juni bei 93.000 Kindern eine Schluckimpfung mit dem Sabin-Impfstoff durchführten!

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