Eindrücke vom 1. Internationalen Kongress für Neue Medizin
Biel (Schweiz)     21. - 23.05.1999

Die folgenden Ausführungen sollen weder umfassende Kenntnisse der Neuen Medizin vermitteln noch eine komplette Übersicht über den Kongress verschaffen. Es handelt sich vielmehr um Momentaufnahmen, die mir aufschlußreich und wichtig zu sein scheinen. Es sprachen eine ganze Reihe von Personen, aber der Schwerpunkt und ganz offensichtlich auch das Hauptinteresse der Kongressteilnehmer lagen verständlicherweise bei Dr. Hamer.

In seinem Vortrag "Therapie der Neuen Medizin" wies Dr. Hamer erneut darauf hin, daß "Therapie" und "Neue Medizin" eigentlich einen Widerspruch darstellen, jedenfalls wenn man Therapie/Behandlung im herkömmlichen Sinn versteht, d.h. es gibt einen Akteur (Arzt), der an einem Objekt (Patient) etwas vollzieht. Aus seiner Tätigkeit an Universitätskliniken (bevor er die 5 biologischen Gesetzmäßigkeiten entdeckte) wußte er zu berichten, daß die Patienten stets auf dem Rücken zu liegen hatten, wenn der Chefarzt zur Visite kam - mit freiliegendem Bauch ("wie ein besiegter Hund"). Eine solche Auslieferung an den Arzt gibt es in der Neuen Medizin natürlich nicht mehr. Der Patient ist der Chef des Verfahrens: "Chef, darf ich dir diese Variante vorschlagen?" "Chef, wenn diese Variante nicht durchführbar ist, dann könnten Sie noch Möglichkeit B prüfen..." Dennoch kann man laut Dr. Hamer in gewissem Sinne von einer "Therapie" sprechen, denn man setzt ja etwas in Gang, begleitet einen Prozess, steht jemandem zur Seite etc.

Was die Therapie"erfolge" der Neuen Medizin [künftig NM genannt] und der Schulmedizin [künftig SM genannt] betrifft, ließ Dr. Hamer kein gutes Haar an den statistischen Tricks, mit welchen die SM arbeitet. Trotz einiger interner Kritiker der SM wie Dr. Abel vom Krebsforschungszentrum Heidelberg, der die verheerenden "Erfolgs"statistiken der Chemotherapie veröffentlich hat, sei bis heute von offizieller Seite kein einziger Vergleich zwischen routinemäßigem schulmedizinischem Vorgehen einerseits und bloßem Abwarten plus Panik Vermeiden andrerseits zugelassen worden [wobei letzteres noch keine komplette NM wäre]. Selbst die überaus bescheidenen (vermeintlichen) Erfolge der SM seien zum großen Teil keine echten Heilerfolge. Die NM will ja heilen, die SM hingegen ist hauptsächlich bemüht, den Tod des Patienten über bestimmte zeitliche Grenzen hinauszuzögern, um einige Erfolgsfälle für die Statistik zu bekommen. Die "Überlebenden" einer willkürlichen 5 oder 7-Jahres-Marke sind in Wahrheit oft Sterbende. Selbst wenn sie dauerhaft überleben, bleiben häufig Funktionseinbußen zurück (z.B. Unfruchtbarkeit).

Einen Tag nach diesem Vortrag übrigens wurden diese Vorwürfe während eines Vortrags von Ing. Helmut Pilhar (s.u.) noch präzisiert. Eine Teilnehmerin berichtete, eine Bekannte von ihr habe Brustkrebs, und als sie ihren Arzt fragte, wie lange sie denn chemo"therapeutisch" behandelt werden müßte, habe dieser gesagt: "Bis Sie sterben". Daraufhin schaltete sich die ebenfalls anwesende Frau Pilhar ein: "Sie habe seinerzeit einen Arzt ihrer Tochter Olivia gefragt, wie lange Olivia denn Chemo bekommen müsse. Antwort: "Bis alle Organe versagen". Kommentar überflüssig.

Zurück zur "Therapie": Diese stellt gemäß Dr. Hamer in erster Linie eine fachkundige Begleitung dar. Hamer nennt es "therapeutische Kameradschaft"; der Patient muß jemanden haben, den er jederzeit um Rat fragen kann. Die SM will immer eingreifen, wenn irgendwelche "Normwerte" nicht stimmen: Sie werden dann medikamentös gesenkt oder erhöht, bis sie wieder im Bereich der vermeintlichen Norm sind. In Wirklichkeit greift man in ein "Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm" (SBS) ein, ohne irgend etwas verstanden zu haben. Die "abnormen" Laborwerte haben innerhalb dieser SBS aber einen Sinn [sind innerhalb dieses SBS also durchaus "normal"]. In 95% aller Fälle tut die Natur ihre Arbeit und man sollte ihr nicht ins Handwerk pfuschen, nur in den restlichen 5% wird die NM "klinisch", und zwar mit dem Anspruch, auch auf diesem Gebiet die SM zu übertreffen bzw. deren Fehler zu vermeiden.

Dr. Hamer verteidigte einmal mehr sein häufig als "unhöflich" empfundenes Verhalten (In einem anderen Vortrag räumte er aber ein, er sei viel zu impulsiv). Er wäre gerne höflicher, aber im Interesse der tagtäglich sterbenden Patienten sei Höflichkeit nicht mehr angemessen (er versuche aber, persönliche Beleidungen zu vermeiden, meinte er, und es war nicht ganz klar, inwieweit dies ironisch gemeint war). Wenn er jetzt zögere und Zugeständnisse mache, würde es später Vorwürfe seitens der Betroffenen hageln. Daß er auf seinen 5 biologischen Gesetzmäßigkeiten beharre und keinen Kompromiß mit der SM schließe (nach dem Motto "beide haben ein bißchen recht"), läge keineswegs an seiner Sturheit ("ich bin schon stur, aber nicht SO stur"), sondern im Wesen der Sache: "Ein bißchen Neue Medizin gibt es nicht." Denn: "MIT DER NATUR KANN MAN NICHT HANDELN!"

Was die Erfolgsstatistiken der NM betrifft, machte er deutlich daß es eine "reine Statistik" nicht gebe (die NM konnte ja nie in Ruhe und mit aller klinischer Unterstützung arbeiten). Marc Frechéts Dokumentation sieht er jedoch als wichtig an; 85% der nichtchemotherapierten und nach den Grundsätzen der NM betreuten Patienten waren am Ende der 6-jährigen Untersuchungsphase noch am Leben. Man dürfe aber nicht vergessen, daß sämtliche Patienten schon den schulmedizinischen Diagnose- und Prognoseschock hinter sich hatten. Ohne diesen läge die Erfolgsquote noch deutlich höher.

Keine Freunde machte sich Dr. Hamer auch bei den Anhängern einer eher esoterisch ausgerichteten Heilkunst bzw. Leuten, die NM und andere Praktiken verknüpfen wollen. Mit Bachblüten oder energetischen Schwingungen usw. zuerst die Psyche "umzustimmen", damit sie den biologischen Konflikt lösen könne, sei Unsinn. Die Natur hätte für eine solche "Umstimmung" längst gesorgt, wenn es tatsächlich erforderlich wäre, meinte er. (In einem anderen Vortrag betonte er, die Natur habe ja gerade die "Streßphase" geschaffen, damit das Individuum die Kraft und Energie bekommt, die es zum Konfliktlösen braucht - das im Tier- und Pflanzenreich instinktiv abläuft).

Bei 95 - 98% aller Patienten kann sich die "Therapie" also auf Bewältigung von Konflikten und eine Begleitung in der Heilungsphase beschränken. In den restlichen 2 - 5% ist eine Rettung in der Natur nicht vorgesehen. In diesen Fällen geht die "Natürlichkeit" der NM, so Dr. Hamer, nicht so weit, diese Patienten nun tatsächlich sterben zu lassen. Vielmehr muß im Interesse der Menschlichkeit auch in diesen schweren Fällen eine Rettung, notfalls mit den Mitteln der Intensivmedizin erreicht werden (dies ist natürlich nie in ALLEN Fällen möglich, auch künftig werden noch Menschen an Krankheiten sterben!).

Eine Konfliktlösung ist meistens irgendwie möglich. Bei vielen "Zivilisationskonflikten" ist es aber keineswegs einfach. Aus Arbeits-/Miet-/Familienverhältnissen kommt man häufig nicht so leicht heraus, so daß die ständige Gefahr von Rezidiven bestehen kann.

Dr. Hamer führte aus, daß beim Bemühen, Konflikte zu lösen, die tollsten Geschichten zustande kommen, die man in einem Spielfilm als albern oder unrealistisch ansehen würde. So landete einmal ein (buchstäblich) armer Teufel bei ihm, dem die Ärzte noch 2 Wochen gegeben hatten. Dieser Mann hatte 50.000 DM Schulden, die zurückzuzahlen ihm dauerhaft unmöglich war (dadurch war ein bestimmter Konflikt ausgelöst worden, der einen bestimmten Krebs nach sich gezogen hatte). Nachdem Dr. Hamer klargeworden war, daß dieser Mann seinen Konflikt lösen würde, wenn er die Schulden los wäre, rief er die Bank an (Deutsche Bank). Er verlangte nach dem Filialleiter und schilderte diesem den Fall (von der Schweigepflicht war er entbunden). Das Gespräch lief darauf hinaus, daß Dr. Hamer sagte: "Die kennen die Prognose: 2 Wochen, und diese Prognose stimmt auch, wenn nichts passiert. Dann sehen Sie Ihre 50.000 DM nie mehr. Daher biete ich Ihnen heute 1.000 DM, wenn Sie Herrn X seine Schulden erlassen; 1.000 DM sind besser als nichts!" Nach Rückfragen mit noch höheren Stellen willigte der Filialleiter ein. Das Geld wurde sofort überbracht, und es kam ein Fax, daß die Schulden erlassen seien. Als Herrn X dies erfuhr, war er zunächst unfähig, dies zu glauben. Er fragte: "Aber was soll ich tun, wenn morgen wieder der Gerichtsvollzieher kommt?" Nachdem er verstanden hatte, daß er frei von allen Schulden war, war dies buchstäblich eine Befreiung [es ist ja Unsinn zu glauben, daß sich jemand mit einer Lebenserwartung von 2 Wochen ohnehin nicht mehr um seine Schulden sorgt]. Damit ist die Geschichte fast zu Ende...aber natürlich hatte Herr X noch eine 3- oder 4-monatige Tuberkulose zu überstehen, da er ja durch die Konfliktlösung in die Heilungsphase gelangt war.

Dr. Hamer forderte für die NM alle verfügbaren Apparate, die auch die SM einsetzt - auch wenn sie nur in 2 - 5% aller Fälle benötigt werden. Operationen sind nicht verpönt, Probepunktionen werden aber als überflüssig rundweg abgelehnt. Dr. Hamer betonte einmal mehr, daß es darauf ankomme, ob ein Arzt eine bestimmte Behandlung auch seiner Familie angedeihen lassen würde. Ärzte selbst bzw. ihre Familien schlucken laut Hamer nur wenig Pillen, und greifen so gut wie nie zur "Chemo". Ganz anders bei ihren Patienten. Diese Verlogenheit sei nicht mehr hinnehmbar.

Die NM arbeitet mit den Ebenen Psyche, Gehirn, Organ. Für jede dieser Ebenen nun Spezialisten auszubilden, also ein Facharzt für die Psyche, einer für das Gehirn, einer für die Organebene, sei unmöglich! Eine solche Zerlegung gebe es nur in der SM.

Dr. Hamer räumte ein, im Jahr 1981 noch größeren Irrtümern erlegen zu sein, vor allem habe er den biologischen Sinn von (Krebs)erkrankungen damals noch nicht verstanden. Er macht sich aber keine Illusionen darüber, daß auch seine derzeitigen Ansichten nicht frei von Irrtümern sind (Diese berühren allerdings nicht die Grundpfeiler der NM). Hauptsächlich schäme er sich noch heute für die Fehler, die er VOR der Entdeckung der NM gemacht habe. Er schilderte seine ersten Stationen als junger Arzt, als er und seine Kollegen sich an der Universitätsklinik wahnsinnig schlau und wichtig vorkamen. Aber: "In Wirklichkeit haben wir nur Unsinn gemacht!"

Zu den 3 Ebenen (Psyche, Gehirn, Organ) im einzelnen:

Psyche
Beim Erforschen der psychischen Vorgänge spielen nächtliche Träume eine wichtige Rolle, betonte Dr. Hamer. Historischer Anknüpfungspunkt für ihn sind die Priester des Asklepios (griechische Antike), die eine Kultur der Bewältigung von psychischen Konflikten entwickelt hatten. Schon damals waren die Zusammenhänge zwischen Psyche und Krankheiten sowie die Bedeutung der Träume bekannt. Auch die Ärzte der NM entwickeln sich zwangsläufig zu "Traumexperten". Zwischen diesem antiken Wissen und der Neuen Medizin liegen laut Dr. Hamer "zwei grausige Jahrtausende der Großreligionen", während derer die alten (richtigen) Ansätze in Vergessenheit gerieten. Der von Hamer verwendete Begriff des "Priesterarztes" hat daher nichts mit christlichen, jüdischen oder islamischen Religionen zu tun, sondern mit dem tiefen Verstehen der Vorgänge der Natur. Ebenso mit dem Ziel, das Vertrauen des Patienten zu gewinnen, ohne in die Muster von Glaube und blindem Gehorsam zu verfallen.

Ganz wichtig für einen Arzt der Neuen Medizin ist Einfühlungsvermögen in ALLE Menschen, sei es ein junges Mädchen, eine klimakterische Frau oder ein Bankdirektor. In diesem Zusammenhang stellte Dr. Hamer eine kühne Behauptung auf: Der Arzt der NM dürfe nicht reich sein, denn ein Armer könne sich in ALLE Menschen hineinversetzen (auch in reiche), wohingegen ein Reicher sich NICHT in einen armen Menschen hineinfühlen könne.

Medizinisch entscheidend sind nur diejenigen psychischen Vorgänge, die biologischen Charakter aufweisen. Der Mensch kann, anders als das Tier, biologische Konflikte wegen aller möglichen Dinge erleiden. Es ist daher immer notwendig, sich den URSPRÜNGLICHEN biologischen Konflikt zu vergegenwärtigen, will man die Vorgänge im Patienten wirklich verstehen. Beispiel: Wenn ein Tier einen Brocken nicht zu fassen kriegt, spürt es, daß dies seinen Tod noch am gleichen Tag bedeuten kann; hätte es den Brocken zu fassen gekriegt, hätte es vielleicht wieder drei Tage weiterleben können. Beim Mensch, der einen "Brocken" im übertragenen Sinn verpaßt, ist die Lage objektiv meist nicht so dramatisch; er kann ihn aber u.U. ebenso dramatisch empfinden. Dr. Hamer fügte hinzu, wenn er noch einmal eine Klinik leiten könnte, wäre daran eine Schule angeschlossen. Der Patient könnte dann je nach Bedarf diejenigen Kurse besuchen, die seinen speziellen Konflikt zum Thema haben. Schließlich konnte sich Dr. Hamer auch die Bemerkung nicht verkneifen, daß man den Patienten nicht länger als dümmer (als den Arzt) ansehen dürfe. Viele Patienten hätten Examina bestanden, die weitaus schwieriger sein als das medizinische, das im Wesentlichen nur Auswendiglernen erfordere ;-) ;-)

Der Arzt der Neuen Medizin muß Kriminalist sein und handwerklich exakt arbeiten. Das notwendige Vertrauen des Patient ruht auf zwei Säulen, nämlich zum einen auf dem Gefühl, daß der Arzt weiß was er tut, zum andern darauf, daß der Arzt kein Geld nimmt, und daher keinen Grund hat, den Patienten zu belügen. Man müsse, so Dr. Hamer, über das Gespräch den konkreten Konfliktinhalt herausfinden, und dafür brauche es Vertrauen. Die Hirn-CTs (siehe sogleich) könnten nämlich nur die SORTE des Konflikts bestimmen (Todesangst, Revier etc), nicht aber dessen konkreten Inhalt.

Hamersche Herde (CTs)
Es ist wichtig, sofort nach Kontaktaufnahme ein Basis-CT vom Gehirn zu erstellen, d.h. parallel zur Schädelbasis. Das CT selbst ist kein wirklicher Eingriff und daher das optimale Diagnose-Instrument. Verwendet man Kontrastmittel (wie die SM zur Diagnose von Hirntumoren), muß man schon wieder eine Spritze geben und ein anaphylaktischer Schock ist nicht auszuschließen. Hirn-CTs zu bekommen ist in der Praxis nicht einfach; Dr. Hamer empfiehlt, selbstbewußt zur Krankenkasse zu gehen, und mit der Bestätigung von Trnava unter dem Arm auf Übernahme der Kosten zu bestehen.

Falls schon im Gespräch eine Lösung des Konflikts gefunden wird, verändert sich das CT bereits innerhalb weniger Tage! Daher empfiehlt Dr. Hamer, nach einigen Tagen ein weiteres CT zur Überprüfung erstellen zu lassen. Im Verlauf eines längeren Krankheitsgeschehens solle dies immer wieder mal geschehen, um therapeutisch am Ball bleiben zu können (epileptische Krise!). Ganz besonders gelte dies für Revierkonflikte, denn dabei ticke immer die Uhr! [Revierkonflikte darf man ab einer gewissen Dauer nicht mehr lösen, weil der Patient die Heilungsphase nicht überleben würde, z.B. tödlicher Herzinfarkt].

Organische Ebene
Die Symptome "schlapp" "müde" und "Schmerzen" gelten in der SM (wenn sie bei schwereren Krankheiten auftreten) gemeinhin als der Anfang vom Ende. In der NM sind sie ein Zeichen dafür, daß der Patient in die zweite Phase, die Heilungsphase gelangt ist, d.h. seinen Konflikt gelöst hat! Gegen Schmerzen darf man auch in der NM etwas tun, allerdings muß man sich darüber klar sein, daß alle Schmerzmittel über das Gehirn wirken (d.h. nicht die Ursache des Schmerzes wird ausgeschaltet, sondern dessen Wahrnehmung). Das Gehirn muß aber die Lösung des Konfliktes leisten und darf nicht allzu sehr beeinträchtigt werden. Ganz schrecklich ist nach den Worten von Dr. Hamer Morphium und ebenso alle Morphiumderivate. Morphium zerstöre die Moral des Patienten, und müsse in immer höheren Dosen gegeben werden, da die Schmerzempfindlichkeit ständig zunehme. Letztlich verhungere der Patient buchstäblich, weil der Darm stillstehe; der Morphintod sei entgegen aller Legenden nicht einmal ein gnädiger, sondern ein grauenvoller. In der SM werde auch schon mal ein Morphiumpflaster heimlich auf den Rücken des Patienten geklebt...

Auch schauerlich klingende Symptome wie Blut husten und Blut spucken sind im Prinzip "gute" Symptome, wenngleich hier ein klinisches Eingreifen notwendig werden kann. Das Positive an derlei Symptomen ist aber immer, daß der Patient seinen Konflikt überwunden hat. Dr. Hamer wies darauf hin, daß sich viele Patienten der NM ihre Heilungsphase "heimlich" nehmen müssen, denn die SM würde einen normalen Ablauf einer Tuberkulose höchstwahrscheinlich nicht zulassen. Natürlich funken da auch wieder wohlmeinende Freunde und Bekannte dazwischen (huch, Tuberkulose, Ansteckungsgefahr bla bla).

Hinsichtlich der Medikation taucht in den Werken Dr. Hamers häufig die Empfehlung auf, Cortison zur Milderung der Epileptischen Krise zu verabreichen. Hamer nutzte die Gelegenheit um klarzustellen, daß Cortison (nach Morphium) die zweitschlechteste Wahl sei, und nur als ultimo ratio eingesetzt werden dürfe. In der Vagatonie (Heilungsphase, müde, schlapp) genügten in den allermeisten Fällen "Mittel" wie Cola oder Eisbeutel. In schweren Fällen gibt es u.U. Probleme nach der Epileptischen Krise; hier muß u.U. kräftig Cortison gegeben werden, trotz aller grundsätzlichen Bedenken. Tuberkulose gibt es heute kaum noch: dies liegt daran, daß es soweit in der Regel nicht kommt, sondern der vorausgehende Krebs meist schon erkannt wird. Und Krebs überleben ja nur ca. 5% aller Patienten in der SM. [Im übrigen kann man natürlich Tuberkulose nur bekommen, wenn man auch die entsprechenden Bakterien (Tbc) hat, andernfalls muß der Tumor nach Beeendigung des Geschehens oft herausoperiert werden].

Am Vortag hatte Dr. Fritzens einen Vortrag über das Down-Syndrom im Lichte der NM gehalten, den ich leider versäumt hatte. Dr. Hamer nahm dazu noch einmal kurz Stellung: Auch er sei bisher davon ausgegangen, daß es sich um eine genetisch bedingte Behinderung handele. Er wolle sich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es gebe deutliche Hinweise darauf, daß auch dieses Syndrom auf ungelösten Konflikten (schizophrene Konstellation) beruhe. Im von Fritzens berichteten Fall war diese im Mutterleib aufgebaute Konfliktsituation angegangen worden, mit dem Resultat, daß Dr. Hamer das betroffene kleine Mädchen nach 8 Monaten fast nicht wiedererkannt hätte - so gewaltig waren die Fortschritte. Mittlerweile ist er sogar bei der sog. Bluterkrankheit hellhörig geworden...aber all diese Forschungen stehen erst am Anfang.

Wieder einmal standen die begeisterten Zuhörer fassungslos vor der riesigen Kluft im biologischen Verstehen, die sich mitlerweile zwischen der Neuen und der "alten" Medizin aufgetan hat. Wird es der schulmedizinischen Forschung irgendwann gelingen, diese Kluft zu überbrücken, oder wird sie sich vollends in ihren Irrwegen verrennen?

Weiter zum Vortrag von Helmut Pilhar

Weiter zu Dr. Hamer (2)

Weiter zum Vortrag von Christian Joswig



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