Quelle:
Out of Africa, the David Rasnick Interview
von Gene Mahoney
San Francisco Herald
27. 10.2000
Interview mit Dr. David Rasnick

zum Sündenfall "AIDS"


Übersetzung 29.10.00

Vor einiger Zeit fragte der südafrikanische Präsident Mbeki den AIDS-Dissidenten David Rasnick, welche alternative Sicht der AIDS-Epidemie in seinem Land ihm Rasnick anzubieten habe. Hier ist ein allzu kurzes Interview, das ich mit dem Wissenschaftler in seinem Wohnort Silicon Valley geführt habe.


GM: Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Rasnick: Ich habe ein Ph.D.in Chemie von der Georgia Tech und ich war in der Pharma-Industrie seit 1978. Ich habe Enzymhemmer entwickelt, die gegen gewebezerstörende Krankheiten wie Arthritis, Krebs, Lungenembolie, parasitäre Infektionen zum Einsatz kommen, und ich habe mich nun 19 Jahre lang mit AIDS befaßt und darüber in verschiedenen Fachzeitschriften geschrieben.

GM: Haben Sie vor 19 Jahren auch schon gedacht, daß HIV nicht die Ursache für AIDS ist?

Rasnick: Vor 19 Jahren hat HIV noch überhaupt nicht existiert. Es war vor 16 Jahren, 1984, als HIV in einer Pressekonferenz von Robert Gallo auf die Welt losgelassen wurde Gallo war ein Mitglied des National Institute of Health. Er war einer der weltweit führenden Retrovirologen und hatte seit den 70-ern an der Virus-Krebs-Hypothese gearbeitet, hatte also Viren zu finden, die Krebs verursachen. Er fand keine.

Er versuchte etwas anderes Nützliches oder Wichtiges über Retroviren herauszufinden, und das führte zu seinen Behauptung, daß ein Retrovirus AIDS verursache. Wie wir alle wissen, wird Gallos Retrovirus HIV genannt, Human Deficiency Virus (menschlicher Immunschwächevirus). Aber es ist nicht so etwas. Es verursacht keine Immunschwäche. Wenn HIV tatsächlich AIDS verursachen würde, wäre es einer der schlauesten Viren, die du dir vorstellen kannst, denn es weiß, ob du männlich oder weiblich bist, schwul oder hetero, ja es weiß sogar, in welchem Land und welchem Postleitzahlbereich du wohnst. Zum Beispiel sind in den Vereinigten Staaten 8 von 9 AIDS-Fällen Männer. In San Francisco sind sogar 99 von 100 Männer. Zwei Drittel aller AIDS-Fälle in den USA und Europa sind schwule Männer. Es ist also ein wirklich schlauer Virus, und irgendwie versteht es dieser Virus, Kaposi-Sarkom in Schwulen zu erzeugen, nicht aber bei Kindern mit AIDS, nicht bei intravenöser Drogengebrauch, Bluttransfusion und so weiter. Wirklich ein sehr schlauer Virus. Du kannst das entweder akzeptieren, wie es das AIDS-Establishment tut, oder du kannst ein wenig skeptisch sein, wie es Peter Duesberg, ich, und die sog. Dissidenten sind. Wir sind der Ansicht, daß ein Virus doch nicht ganz die Ursache für AIDS sein kann.

Peter Duesberg und ich sind überzeugt, daß AIDS in den USA und in Europa die klinische Manifestation der Drogen-Epidemie auf beiden Kontinenten ist. In Afrika hingegen ist es eine völlig andere Situation. Es ist so verschieden, daß die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und andere Organisationen 1985 eine abweichende Definition für AIDS in Afrika entwickeln mußte, weil AIDS dort überhaupt nicht so aussah wie AIDS in Europa und den USA: Die Bangui-Definition, benannt nach einer kleinen Stadt namens Bangui in Afrika [?; tatsächlich die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik]. Tatsächlich bin ich ziemlich sicher, daß es im Moment so etwas wie eine AIDS-Epidemie in Afrika gar nicht gibt, nach den Eindrücken, die ich auf meinen letzten beiden Reisen im Mai und Juli dieses Jahres [2000] gewonnen habe. Der Grund dafür, daß ich das so kurz und bündig sage ist, daß wir geschaut und geschaut haben und viele Leute gefragt haben, die Minister der Regierung, wir fragten den Direktor des medizinischen Forschungskollegium in Südafrika, die Centers for Disease Control [CDC]... alle die wir fragen konnten: "Wie hoch ist die Zahl der AIDS-Fälle in Südafrika, wie hoch die Zahl der AIDS-Toten?"...Überhaupt keine Antworten. Null. Bis heute haben wir keine Antwort auf diese Frage, und in der Tat glaube ich nicht, daß in Südafrika so etwas wie AIDS abläuft. Es sind nur dieselben alten Dinge, an denen Afrikaner schon seit Generationen gelitten haben und gestorben sind, aufgrund von Armut, Unterernährung, mangelhafte Hygiene, schlechtes Trinkwasser, diese Art von Dingen. Wir nennen es nun AIDS, statt der altmodischen Begriffe die ehrlicher sein würden.

GM: Ich glaube, den meisten Menschen ist nicht klar, daß eine Krankheit namens AIDS an sich gar nicht gibt, wie Krebs oder Leukämie. AIDS ist eine Sammlung von, wieviele sind es jetzt...30 Krankheiten?

Rasnick: 30 und ein paar mehr, davon abhängig wo du hingehen willst.

GM: Aber auch das ist sehr willkürlich.

Rasnick: Es ist sehr willkürlich. Es gibt mindestens 4 Definitionen von AIDS in den Vereinigten Staaten, die von den CDC [centers for Disease Control] herausgebracht wurden, und so etwas wie eine AIDS-Krankheit gibt es nicht. Alle der sogenannten AIDS-definierenden Krankheiten sind bekannte und alte Krankheiten. Zum Beispiel - Demenz, Diarrhöe, Kaposi-Sarkom, Gebärmutterhalskrebs, Lungenentzündung, all diese Arten von Krankheiten, sind nur dann AIDS, wenn du Antikörper auf HIV hast: dann werden sie AIDS genannt. In der Abwesenheit solcher Antikörper hast du den alten Namen für welche Krankheit auch immer. HIV selbst hat keine Symptome. Wenn du beispielsweise eine typische infektiöse Krankheit wie Windpocken, Pocken, oder die Grippe oder was auch immer hast, gehen die Symptome Hand in Hand mit dem ursächlichen Erreger. Du weißt genau was es ist. So verursacht der Windpockenvirus keine Demenz, er verursacht die Windpocken. Der Grippevirus verursacht keinen Gebärmutterhalskrebs, sondern die Grippe. HIV hat keine eigenen Symptome. Sobald eine Person sog. antikörperpositiv auf HIV wird, können sie innerhalb 10 Jahren damit rechnen, Diarrhöe, Demenz oder eine Krankheit deiner Wahl zu bekommen.

Daher ist diese ganze Idee von AIDS als einer Krankheit, die ist einfach falsch. Tatsächlich sagt ja der Name selbst schon was es ist. Es wird Acquired Immune Deficiency Syndrome (Erworbenes Immunschwächesyndrom) genannt. Es meint eine Immunschwäche, die irgendwie erworben wurde. Es ist ein Syndrom. Ein Syndrom ist...denken wir an Alkoholismus. Alkoholismus ist ein Syndrom. Wir kennen die Ursache: man hat zuviel getrunken. Aber es kann ein Spektrum von Konsequenzen haben, die nicht notwendigerweise in jedem Individuum auftauchen. Bei manchen Menschen greift Alkoholismus ihr zentrales Nervensystem an, bei einigen Menschen wird die Leber geschädigt, sie bekommen Leberzirrhose, einige Menschen haben Magen-Darm-Probleme. Es gibt also eine Menge Sachen, die die Folge von Alkoholismus sein könnten.

Im allgemeinen sind Syndrome die Konsequenz von irgendeiner Art eines Umwelteinflusses; Rauchen, Alkoholismus, diese Art von Dingen. Infektiöse Krankheiten sind typischerweise keine Syndrome. Sie sind gut definiert, und du hast sehr präzise Symptome, die infektiösen Krankheiten zugeschrieben werden. Auf Syndrome trifft das nicht zu. Jedes Mal, wenn du ein Syndrom hast, ist es fast sicher nicht auf einen infektiösen Agenten zurückzuführen. Das also ist AIDS. Es ist keine Krankheit, und HIV ist eine Orwell´sche Verschleierung. Es ist kein Immunschwächevirus. Es ist nur einer von Tausenden von Retroviren.

Zunächst einmal kannst du es nicht einmal in einem menschlichen Wesen finden. Es gibt nicht einen einzigen Menschen, der infektiöses HIV von einem anderen Menschen bekommen hat. Das ist der Grund dafür, daß die Tests nach Antikörpern auf HIV suchen. HIV selbst, zumindest seine Proteine, werden in Labors hergestellt. Beispielsweise mischen sie das Blut einer Person mit diesen Proteinen und schauen ob es eine Bindungsreaktion irgendeiner Art gibt. Falls es eine gibt, giltst du, abhängig von ihrer Stärke usw., als HIV-positiv. Normalerweise eine Antikörperreaktion, außer für AIDS, AIDS ist die einzige Ausnahme. Wenn du Antikörper gegen eine sogenannte vermeintliche Ursache einer Kranheit hast, welche auch immer es ist, dann giltst du als immun und du bist in Sicherheit.

Das ist das ganze Prinzip von Impfungen. Deshalb hast du die kleine Narbe auf deiner Schulter von der Pockenimpfung. Menschen von der ganzen Welt freuen sich mit dir zusammen zu sein. Weil sie nicht nur wissen, daß du aufgrund deiner Impfung wahrscheinlich keine Pocken bekommen wirst, sondern auch weil du die Krankheit nicht anderen Menschen weitergeben kannst, da du dagegen immun bist. Dasselbe gilt für Masern, Mumps und Windpocken...wenn du es einmal gehabt hast, bist du immun dagegen. Und wenn du in einer solchen Person nach Antikörpern suchen würdest, würdest du auch welche finden, weil du immun gegen die Krankheit bist, und das ist eine gute Sache.

HIV ist die einzige Ausnahme. Wenn du Antikörper gegen HIV hast, ist es ein Todesurteil. 10 Jahre später, wie ich schon sagte, beginnst du dann eine AIDS-definierende Krankheit zu entwickeln und zu sterben. Was aber nicht wahr ist. Die große Mehrheit von "HIV-Positiven", über 90% weltweit, sind völlig gesund. Es gibt "nur" eine Summe von, laut WHO Bericht, ein wenig über 2 Millionen AIDS-Tote, alles in allem und weltweit. Und doch erzählen sie uns, daß es über 30 Millionen HIV-Positive gibt, die noch am Leben sind und ihr Leben fröhlich auf diesem Planeten leben.

GM: Es gab ein großes Geschrei darüber, ob man den Menschen in Afrika AIDS-Medikamente zukommen lassen sollte. Ist die Begeisterung über diese Medikamente in den USA auch noch so groß wie sie einmal war?

Rasnick: Oh ja! AIDS erreichte in den USA 1992 den Höhepunkt, laut den eigenen Publikationen der CDC. Wir hatten insgesamt gut 700.000 AIDS-Fälle in den USA. Also die Lebenden und die Toten zusammengenommen.

GM: Was ist mit HIV-Positiven, die --

Rasnick: Nein, ich rede nicht über HIV-Positive. Ich rede über die AIDS-Fälle, die in den vergangenen 19 Jahren dokumentiert wurden.

GM: Und diese Krankheiten haben...

Rasnick: Nun, seit 1993 mußt du nicht einmal eine Krankheit haben um das klinische Vollbild von AIDS [nach der offiziellen Definition] zu erreichen. Es genügen Labortests bei denen du weniger als 200 CD4-Zellen pro Mikroliter Blut hast, plus die Antikörper gegen HIV und sonst keine Symptome. Das heißt: Keine Anzeichen irgendeiner Krankheit außer Labortests, und du hast trotzdem das Vollbild AIDS. Ja, über 60% aller neuen AIDS-Fälle in den USA haben keine Symptome von Krankheit, sind aber trotzdem Vollbild-AIDS-Fälle nach der 93er-Definition. Und dasselbe gilt auch für über 50% der AIDS-Fälle in den letzten 4 bis 5 Jahren, auch sie hatten keine Krankheitssymptome. Das heißt, egal welchen Kriterien die CDC folgt, sogar der äußerst bizarren ´93 Definition, die gesunde Menschen als Vollbild-AIDS-Fälle miteinschließt - nur wegen der zwei Labortests -, also diese Zehntausende von gesunden Menschen mitgezählt, sind es immer noch nicht mehr als insgesamt 1 Million Amerikaner in 19 Jahren, die als AIDS-Fälle gelten. Tatsächlich gut 700.000. Kurioserweise gibt es in Afrika ungefähr die gleiche Anzahl von AIDS-Fällen wie in den USA, obwohl die Bevölkerung dort ca. 2,5 - 3 Mal größer ist. Ich spreche über AIDS-Fälle, nicht HIV-Positive.

GM: Wenn Sie sagen, dieselbe Anzahl von Fällen in Afrika, meinen Sie das Pro-Kopf oder tatsächliche --

Rasnick: Nein, ich rede über tatsächliche absolute Zahlen. Die Gesamtzahl von AIDS-Fällen, welche die WHO veröffentlicht hat, ist unter einer Million für den gesamten afrikanischen Kontinent in 19 Jahren.

GM: Es gibt tatsächlich mehr kranke Menschen in den USA als auf dem ganzen afrikanischen Kontinent?

Rasnick: Für eine Weile war das so, ja. Etwa vor 2 Jahren gab es mehr dokumentierte AIDS-Fälle in den USA als in ganz Afrika. Obwohl die afrikanische Bevölkerung um das 2,5 - 3-fache größer ist.

GM: In Afrika können die sicher unmöglich alle diese Menschen einem HIV-Test unterziehen, oder?

Rasnick: Nein, können sie nicht.

GM: Wird dann einfach unterstellt, daß sie AIDS haben?

Rasnick: Ja. Grundsätzlich wird einfach vermutet daß sie AIDS haben. Aber wenn man die Bangui-Definition benutzt, die ´85 Definition in Afrika, ist HIV nicht einmal erforderlich um die Definition zu erfüllen, denn sie können sich den Test ohnehin nicht leisten, und der Test wäre auch total unbrauchbar in Afrika wegen der Falsch-Positiven mit Hepatitis B, Malaria, Tuberkulose, die in der Subsahara-Zone endemisch sind. Also gehen sie von klinischen Symptomen aus. Es gibt 4 grundlegende klinische Symptome in der Bangui-Definition; das sind 10% Gewichtsverlust, anhaltendes Fieber mit Husten, und Diarrhöe. Das ist alles. Denken Sie darüber nach. Ich war in einer Friedenstruppe in Papua-Neuguinea und hatte das alles selbst. Das macht mich zu einem Langzeitüberlebenden, wenn man diese Definition zugrundelegt. Man muß mal darüber nachdenken, in einem Ort wie Afrika, wo du nach Belieben Armut, Unterernährung, mangelhafte Hygiene, verschmutztes Waser und parasitäre Krankheiten findest...rate mal, was die Symptome davon sind. Und auch Tuberkulose. Tuberkulose gibt es überall auf der Welt; wo es Armut gibt, gibt es Tuberkulose, und das schließt die Vereinigten Staaten und Europa ein. Es ist eine Krankheit der Armut, hervorgebracht durch Unterernährung. Die weltweite Hauptursache von Immundepression ist Unterernährung, welche üblicherweise auf Armut beruht. Wohlgenährte Menschen, die dem Tuberkel-Bazillus ausgesetzt sind, bekommen die Krankheit nicht. Immer wenn wir eine endemische TB in der Gesellschaft haben, ist das ein klares Anzeichen für den Grad der Armut der jeweiligen Gesellschaft. Eine der Symptome von TB ist andauernder Husten. 1993 haben sie tatsächlich TB in die ´85 AIDS-Definition aufgenommen. Ist das nicht interessant? Normales TB, das dort seit Ewigkeiten endemisch war, wird in Afrika nun AIDS genannt.

GM: Die Mainstream-Medien berichten immer, daß Dissidenten wie Sie und Duesberg längst widerlegt seien, aber ich sehe niemals irgendeinen Beweis dafür, und sie interviewen euch niemals, immer nur die Mediziner des HIV-Establishments. Ich sah kürzlich einen Bericht in "60 Minutes", und das einzige was sie zeigten war, daß diese Mediziner sehr wütend auf euch waren.

Rasnick: Ich bin mir sicher, daß sie wütend sind, weil die Menschen uns "gefährlich" nennen, und ich stimme ihnen vollkommen zu. Peter Duesberg, ich, und die anderen Dissidenten...wir sind sehr gefährliche Leute. Die Frage ist: Gefährlich für wen? Wir sind sicherlich nicht gefährlich für HIV-Positive. Wir sind auch keine Gefahr für Hämophile (Bluterkranke). Wir sind nicht gefährlich für Afrikaner. Aber wir sind eine lethale Gefahr für das HIV-Establishment. Für die Leute, die auf einem 8 Milliarden Dollar fetten Steuergelder-Zug sitzen, das ist der Betrag, der jedes Jahr in die AIDS-Forschung fließt. Die $ 1,8 Milliarden, die ins "National Institute of Allergy and Infectious Diseases allein für die HIV-Forschung fließen. Wir sind sehr gefährlich für diese Menschen. Wir sind gefährlich für die Karrieren und den Ruf dieser 100.000 Wissenschaftler und Ärzte, deren Karriere und deren Ansehen auf dem Schwindel dieser infektiösen HIV-Hypothese aufgebaut sind. Wir sind auch gefährlich für jene Journalisten, Politiker und Berühmtheiten, die ebenfalls ihre Namen und ihr Ansehen mit dieser betrügerischen HIV-Hypothese verknüpft haben. Folglich sind wir sehr sehr gefährliche Menschen, und ich gebe das zu. Aber wir haben niemanden getötet. Tatsächlich sind sicherlich Tausende vom Menschen als eine Folge unserer Arbeit noch am Leben, die nicht mehr am Leben wären, wenn sie alleingelassen worden wären mit dem Wahnwitz der HIV-Hyopthese, die sie hinuntergezogen hätte in die Spirale der Medikamente, die letztlich AIDS verursachen können. Wissen Sie, ich hörte das dieses Jahr, daß wir widerlegt worden seien. Das waren Neuigkeiten für mich. Falls wir widerlegt worden sind, ist das schön und gut, ich frage ja nur, wo und von wem und wann wir widerlegt worden sind, so daß ich zurückgehen könnte, und nachsehen wie wir widerlegt worden sind, denn das ist völlig neu für mich.

GM: Wohin siehst du das ganze Szenario gehen? Denken Sie, die Medien werden weiterhin berichten, daß neue AIDS-Medikamente in der Entwicklung seien, etc.?

Rasnick: Nein, es ist vorbei. Es bricht von innen zusammen, ähnlich wie damals die Sovjetunion. Das Fundament ist so schwach. AIDS zieht wahrscheinlich die Wissenschaftler und Ärzte mit der geringsten Qualität an, die man sich vorstellen kann. Ich meine, David Ho ist noch unterhalb von mittelmäßig in seinen Fähigkeiten. Ich habe viele dieser Leute in den letzten 2 oder 3 Jahren getroffen, und es gibt davon vielleicht 1 oder 2 mit dem Zuschnitt eines Spitzenwissenschaftlers. Es ist wirklich traurig, daß letztere sich auf das stinkende Chaos von HIV eingelassen haben. Die Mehrheit jedoch ist mittelmäßig und darunter. Je höher sie auf der Karriereleiter stehen, umso niedriger ist gewöhnlich ihre Qualität. Oh, sicher sind sie reich, da gibt es keinen Zweifel darüber. Wie Peter [Duesberg] sagte, sind die meisten seiner Kollegen von Berkeley nun Multimillionäre.

GM: Wird es in 10 Jahren alles vorbei sein?

Rasnick: Oh, in 10 Jahren wird es längst vorbei sein. In den USA ist es praktisch verschwunden. Es gibt fast kein Interesse mehr an der Sache, nicht einmal in San Francisco.

GM: Aber was ist mit den kürzlichen Meldungen, daß die Epidemie jetzt in San Francisco explodiert?

Rasnick: Das ist ein Zeichen dafür, wie schnell es verschwindet: Der Umstand, daß das AIDS-HIV-Establishment in San Francisco und anderen Orten es künstlich wiederbeleben muß. Es geht zu Ende, daher gehen sie zu diesen Extremen und schießen aus der Hüfte, und machen diese haltlosen Statements, die kürzlich in den Zeitungen waren über diesen Ausbruch von HIV-Infektionen und all den Mist. Das sind Lügen. AIDS wurde immer mit Lügen beladen, aber nun wird es einfach noch aufdringlicher. AIDS verschwindet in den USA, darum ist Afrika in den Zeitungen, und später wird es wahrscheinlich Indien sein und letztendlich vielleicht China. Du weißt, was Texaco machte, als in Texas die Ölquellen versiegten. Kein Öl mehr. Sie gingen ostwärts nach Saudi-Arabien und andere Länder. Das AIDS-Establishment will nicht, daß der fette Zug verschwindet. Sie sind zwar nicht die klügsten Menschen der Welt, aber sie sind nicht verrückt. Das geht ans Herz unserer Demokratie. Unsere Institutionen sind korrupt. Sie müssen restrukturiert werden. Die National Institutes for Health und die Centers for Disease Control, sind beide militärische Organisationen. Sie haben Uniformen und militärische Ränge. Viele Leute wissen das gar nicht. Diese Institute unterliegen der Exekutive. Der Präsident der USA ist ihr oberster Chef. Clinton machte diesen Sommer AIDS zu einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit, das automatisch die FBI ins Spiel bringt, aber auch die CIA, die NSA und die Joint Chiefs of Staff. Das ist das Problem, wenn man es mit einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit zu tun hat. Du kannst Bürgerrechte beschneiden. Die Folgen davon haben wir noch nicht zu spüren bekommen, aber ich bin sicher, das wird kommen.

GM: Ironischerweise erinnere ich mich an viele Menschen, besonders Liberale wie mich selbst damals, die bestürzt waren, daß Reagan AIDS ignorierte und die Regierung sich zu wenig einmischte.

Rasnick: Er ignorierte es, aber er vermasselte es. Er sagte etwas dazu in 1984, und zwar während dieser berühmten Pressekonferenz von Gallo, das den Schneeball ins Rollen brachte. 1984 war ein Wahljahr. Die ersten 4 AIDS-Jahre waren gleichzeitig die ersten 4 Jahre seiner Regierungszeit. Er sagte aber niemals ein Wort über AIDS vor 1984. Nicht eines. Dann gab es einen Schwulen-Aktivisten, der im Spätwinter rund ums Weiße Haus vorgeführt wurde. Ich bin überzeugt, daß die Pressekonferenz im April dazu diente, AIDS als ein großes Wahlkampfthema von vornherein auszuradieren. Sicher sagen eine Menge Leute, daß dadurch das Thema erst vorangebracht wurde. Aber ich bin überzeugt, daß genau die entgegengesetzte Absicht dahinterstand, nämlich der Sache alle Wichtigkeit zu nehmen, so daß sie im Rahmen einer Wahlkampfkampagne keine Rolle mehr spielen kann. Die Pressekonferenz im April war perfekt, um AIDS und einer möglichen darauf ausgerichteten Kampagne die Munition zu nehmen, denn sie sagten, sie hätten das Rätsel gelöst, und daß es ein weiterer Triumph für die amerikanische Wissenschaft und Medizin wäre, weil ein Amerikaner entdeckt hätte, was AIDS ist, und daß wir innerhalb 2 Jahre einen Impfstoff dagegen haben würden, das wäre also 1986 gewesen, nach 2 Jahren der 2. Amtszeit Reagans.

GM: Das heißt wenn man darüber nachdenkt, die Reagan-Regierung brachte --

Rasnick: Genau! Sie erfand AIDS! Aber ohne dies zu wollen! Sie wollten es verwässern und von jedermanns Radarschirm nehmen, indem sie sagten, es wäre gelöst und vorbei. Als eine Folge davon, hat Reagan diese Lawine ins Rollen gebracht, über die wir heute reden, HIV-AIDS, ohne es zu ahnen! Er wollte das nicht tun! Es war alles eine Folge einer politischen Initiative des Staatschefs.

GM: Bitte fassen Sie kurz die Korrelation der AIDS-Drogen-Epidemie zusammen.

Rasnick: Das ging von unter 10.000 chronischen Drogenkonsumenten in 1970 (Heroin, Kokain, Amphetaminen etc.) bis zu zwischen 20 und 25 Millionen in 1989. 2/3 davon waren Schwule. Diese Jungs konsumierten Drogen in astronomischen Mengen; diejenigen die AIDS bekamen weitaus mehr noch als die heterosexuellen die ebenfalls all diese verrückten Drogen nahmen. Diese Männer, und die "I.V. Drogenkonsumenten", was ein Euphemismus für heterosexuelle Drogenkonsumenten ist, stellen 95% aller AIDS-Fälle.


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