MKS - Schriftwechsel mit dem Robert-Koch-Institut
Die Suche nach dem Erreger

Juergen Faas, 11.05.2001

An
Robert-Koch-Institut
Postfach 65 02 80

D-13302 Berlin

Nachweis des MKS-Erregers

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Ihnen sicherlich bekannt ist, behauptet der Virologe Dr. Stefan Lanka seit einiger Zeit, daß keines derjenigen Viren, die angeblich Infektionskrankheiten auslösen, jemals wissenschaftlich nachgewiesen worden ist. Mit anderen Worten, es gebe keinen Beweis, daß sie überhaupt existieren, geschweige denn die jeweiligen Krankheiten verursachen können.

Ich will nicht verheimlichen, daß ich die Grundlagen der modernen Medizin für falsch halte, und ich bin auch mit Dr. Lanka einer Meinung, was die Nicht-Existenz des sog. „AIDS-Virus“ (HIV) betrifft. Dennoch scheinen mir seine anfangs genannten Behauptungen möglicherweise zu weit zu gehen, und ich sehe keine andere Möglichkeit dies zu klären, als Sie direkt zu fragen: Können Sie mir eine Publikation mit dem wissenschaftlichen Nachweis (Isolation etc.) des MKS-Erregers nennen?

Ich habe mich auf MKS beschränkt, weil die Maul- und Klauenseuche ja stets als „hochansteckend“ bezeichnet wird, d.h. wenn es überhaupt eine Infektionskrankheit gibt, dann wohl diese, und dann sollte man auch annehmen, daß der Erreger „dingfest“ gemacht wurde. Bitte verweisen Sie mich nicht auf Lehrbücher, denn wie Ihnen bekannt ist, bestehen die Medizin und damit auch deren Lehrbücher zu einem erheblichen Teil aus Hypothesen. Diese mögen zwar teilweise auch zutreffend sein, aber es geht ja hier um einen Nachweis.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank im voraus,

Jürgen Faas

Robert-Koch-Institut


Informationen zum Nachweis des MKS-Erregers                   21.05.2001


Sehr geehrter Herr Faas,

vielen Dank für Ihr Schreiben.

Anbei übersenden wir Ihnen unsere Pressemitteilung zur Maul- und Klauenseuche vom 11.05.2001. Bezüglich der Informationen zum Nachweis von MKS: Lehrbücher zur Infektiologie verweisen, zum Beispiel Hahn et al., Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, differenzieren sehr wohl zwischen Hypothese und wissenschaftlichem Beweis. Über die Quellenangaben in den Lehrbüchern ist Ihnen aber auch der Zugang zu Originalveröffentlichungen möglich.

Fachliche Informationen zu Gesundheit und Krankheiten finden Sie außerdem auf den Internet-Seiten des Robert-Koch-Instituts unter:

http://www.rki.de

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Eitner

Anlage

Jürgen Faas

An
Robert-Koch-Institut
Frau Claudia Eitner
Postfach 65 02 80

13302 Berlin


Nachweis der MKS-Erregers   18.07.2001



Sehr geehrte Frau Eitner,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 21.05.2001.

Sie schreiben, daß die einschlägigen Lehrbücher zwischen Nachweis und Hypothese unterscheiden würden und über diese Lehrbücher auch der Zugang zu Originalveröffentlichungen möglich sei. Nun erwarte ich in der Tat nicht, daß Sie mir eine dieser Veröffentlichungen heraussuchen und zuschicken, aber ich wundere mich doch etwas, daß Sie als hochangesehenes Institut mir nicht eine dieser Veröffentlichungen, in denen der MKS-Erreger nachgewiesen sein soll, nennen können. Möglicherweise könnten Sie das noch nachholen?

Nachdem Sie ein Informationsblatt („MKS für Menschen ungefährlich“) beigelegt haben, möchte ich noch die Frage stellen, ob das RKI eine Impfung (von Tieren) damit auch für unnötig hält, bzw. wie das RKI überhaupt zur Wirksamkeit und Nützlichkeit von MKS-Schutzimpfungen (von Tieren) steht.

Mit freundlichen Grüßen

From: Info
Sender: "Glasmacher, Susanne"
To: "'juerggie@heilbronn.netsurf.de'"
Subject: MKS
Date: Fri, 16 Nov 2001 17:35:17 +0100

Sehr geehrter Herr Faas,

bitte entschuldigen Sie die späte Antwort auf Ihr Schreiben. Das Robert Koch-Institut ist nicht für MKS-Impfung von Tieren zuständig, hier könnte ggf. das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin www.bgvv.de oder die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Riems weiterhelfen. [Fettschrift von mir]

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Glasmacher

Susanne Glasmacher
Pressesprecherin
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13357 Berlin
Fon 01888-754-2286
Fax 01888-754-2265

To: Info (info@rki.de)
From: Juergen Faas
Subject: Re: MKS
28.11.2001

Sehr geehrte Frau Glasmacher,

ich bedanke mich für die Antwort auf mein zweites Schreiben in dieser Sache (MKS), und werde nun die von Ihnen genannten Institute bemühen. Mir waren schon kurz nach Absendung meines ersten Schreibens Bedenken hinsichtlich der Zuständigkeit gekommen; Sie haben mir allerdings einen Pressetext mit einer Stellungnahme des RKI zu MKS zugeschickt. Kann ich daraus schließen, daß das RKI für die Frage der Übertragbarkeit von MKS auf den Menschen zuständig ist, die Fachinstitute jedoch für den Existenznachweis und die Infektiosität von MKS bei Tieren?

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Faas


From DettweilerG@rki.de (Günther Dettweiler)
29. November 2001
From: Info
To: "'Juergen Faas'"
Cc (Kopie an): "Glasmacher, Susanne"
Subject: AW: MKS

Sehr geehrter Herr Faas,

wir müssen hier einschränkend anmerken, dass wir keine allgemeine klinisch-therapeutische Einrichtung sind und auch nicht mit allen Erregern eigene Forschungsvorhaben durchführen. Dies ist auch der Fall bei MKS, weshalb die genannten Institute für Sie die besseren Ansprechpartner sind.

Mit freundlichen Grüßen
Günther Dettweiler
Pressestelle RKI


Damit ist der Schriftwechsel mit dem RKI (in dieser Sache) beendet; Schriftwechsel mit den genannten Spezialinstituten wurde mittlerweile begonnen.


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