Darrell Huff: Wie man mit Statistiken lügen kann
Darrell Huff:
"How to Lie with Statistics" (Erstveröffentlichung 1954)

Übersetzung von Zitaten, die David Crowe von HEAL Toronto zur Verfügung gestellt hat

"Wo es im amerikanischen Süden vor 1940 Hunderttausende von [Malaria]Fällen pro Jahr gab, gibt es heute [ca. Mitte der 50er-Jahre], nur eine Handvoll, ein gesunder und offensichtlich wichtiger Wandel innerhalb nur weniger Jahre. Aber alles was tatsächlich passierte, ist daß heute Fälle nur dokumentiert werden, wenn das Vorliegen von Malaria nachgewiesen ist, wo man den Begriff früher im Süden auch umgangssprachlich für Erkältung oder Kältegefühl (Schauer) verwendete."

"Kurz bevor die Polio-Impfstoffe Verbreitung fanden, traf uns die entmutigende Meldung wie ein Schlag, wonach das vorausgegangene Jahr das schlimmste in der Geschichte der Polio gewesen war. Diese Schlußfolgerung beruhte auf Daten, die den besten Beweis lieferten, die man sich vorstellen konnte: Es wurden in jenem Jahr weit mehr Fälle dokumentiert als jemals zuvor. Aber als Experten diese Zahlen einer genaueren Betrachtung unterzogen, fanden sie einige Dinge, die wieder eher ermutigend waren. Eines davon war, daß es so viel mehr Kinder in der anfälligen Altersgruppe als jemals zuvor gab, so daß zwangsläufig Rekordzahlen von Poliofällen geben mußte, auch wenn die prozentuale Rate gleich blieb. Eine andere Sache war die, daß das gestiegene allgemeine Bewußtsein um Polio zu einer viel häufigeren Diagnose und zur Aufzeichnung auch milder Fälle führte. Schließlich war auch der finanziellen Anreiz viel höher, da es mehr Polioversicherungen sowie mehr Hilfe von wohltätigen Organisationen gab. All das ließ erheblichen Zweifel an der Vorstellung aufkommen, daß Polio tatsächlich einen neuen Gipfel ereicht hatte, und die Gesamtzahl der Todesfälle bestätigte diese Zweifel."

"Ein Jahr kam, in dem die berichteten Enzephalitis-Fälle im Central Valley von Kalifornien drei Mal so viele waren wie die Zahl für das bis dahin schlimmste Jahr. Viele alarmierten Einwohner brachten ihre Kinder weg. Aber als die Zählung abgeschlossen war, stellte sich heraus, daß es keine größere Zunahme von Todesfällen von der Schlafkrankheit gab. Was tatsächlich geschehen war: Sowohl Gesundheitsfunktionäre des Bundes wie des Staates waren in großer Zahl vertreten um ein altes Problem zu bewältigen; als ein Ergebnis ihrer Bemühungen wurden sehr viele leichtere Fälle dokumentiert, über die man in anderen Jahren hinweggesehen hätte, ja die nicht einmal bemerkt worden wären."



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