AIDS in Affen?

Um überzeugend nachweisen zu können, daß HIV AIDS erzeugt, wäre es förderlich, eine Gruppe von Menschen mit sog. "HIV" zu infizieren und deren weitere Gesundheitsentwicklung mit der von Menschen einer nicht-infizierten
Kontrollgruppe zu vergleichen. Notwendig wäre aber auch, daß die Infizierten
nichts von der Injektion wissen, da sonst - durch Streß oder Medikamente - die Ergebnisse verfälscht werden könnten. Ein solcher Versuch wäre vielleicht in einem irakischen oder chinesischen Gefängnis denkbar, jedoch nicht in einem Land, das als demokratisch gelten will. Daher bietet sich der Gedanke an, auf Tiere als Versuchsobjekte auszuweichen. Für konsequente Tierschützer ist zwar auch diese Variante verwerflich, aber derlei Bedenken werden augenblicklich
von der "Wissenschaft" nicht geteilt, so daß entsprechende Experimente tatsächlich durchgeführt wurden und werden, besonders an Schimpansen und einigen anderen Affenarten.


Wir unterscheiden zwischen 1) HIV-infizierten Affen und 2) SIV-infizierten Affen

1) HIV
Es wurden bereits weit über 100 Schimpansen mit dem vermeintlichen HI-Virus infiziert. Keiner davon hat AIDS entwickelt. Gelegentlich hört man zwar einmal von AIDS-"ähnlichen" Symptomen o.ä., aber nach so vielen Jahren der Infektion ist das wenig überzeugend. Überwiegend wird darauf hingewiesen, daß der vergebliche Versuch, auf diese Weise AIDS zu erzeugen, die HIV/AIDS-Hypothese zwar nicht stützt, sie aber auch nicht widerlegt: Was für Affen verträglich ist, muß noch lange nicht verträglich für Menschen sein. Dabei wird allerdings möglicherweise der Umstand unzureichend gewürdigt, daß Affen nach der Injektion durchaus Antikörper entwickeln (positiver HIV-Test), genau wie Menschen. Wieso dann nicht auch AIDS? Aber da die HIV-Theorie ohnehin zahlreiche "Besonderheiten" gegenüber normalen Viren aufweist (z.B. in USA und Europa "bevorzugt" HIV das männliche Geschlecht, nicht aber in Afrika), hält man es auch für möglich, daß Affen zwar zunächst gleich reagieren wie Menschen, später jedoch im Gegensatz zu Menschen kein AIDS entwickeln. Es bleibt aber m.E. festzuhalten, daß der vergebliche Versuch, mittels HIV AIDS in Affen auszulösen, *eher* für die AIDS-Kritik als für die gängige HIV-Hypothese spricht.

2) SIV
SIV = Simian Immunodeficiency Virus = Affen-Immunschwäche-Virus, eine Art Parallelvirus zu HIV (ca. 40% genetische Übereinstimmung). SIV (sofern es existieren sollte) kommt in Affen teilweise in freier Natur vor, teilweise wurde es eben auch zu Forschungszwecken verabreicht. Laboraffen mit SIV sollen angeblich AIDS-definierende Krankheiten entwickelt haben. Auf welche Weise könnte dies die pathogene Wirkung von HIV beim Menschen beweisen? Nun, tatsächlich soll es kein wirklicher Beweis sein, vielmehr soll ein beliebtes Argument von AIDS-Kritikern widerlegt werden. Diese weisen nämlich darauf hin, daß sich noch nie ein Virus so seltsam verhalten habe wie dieses (angebliche) HIV. Gemeint ist das langjährige Stillhalten des Virus bei langsamem Verfall des Immunsystems, angezeigt durch das allmähliche Dahinschwinden der "T4-(Helfer)zellen", bis schließlich, oft erst nach Jahrzehnten, opportunistische Infektionen den AIDS-Patienten dahinraffen. Mit SIV, einem Virus, das mit HIV verwandt ist, soll also gezeigt werden, daß der genannte Mechanismus nachweislich bei Affen vorkommt und kein Grund ersichtlich ist, warum er nicht auch - parallel - bei Menschen greifen soll.

Allerdings weisen Duesberg und Ellison darauf hin, daß der Verlauf tatsächlich vom behaupteten Verlauf beim Menschen abweicht. Ein langsames Absterben der T4-Zellen ist nämlich keineswegs zu beobachten. Vielmehr verhält es sich so wie bei der Injektion von "normalen" Viren auch, daß nämlich EINIGE Tiere nach kurzer Zeit erkranken, die anderen aber NIE. Desweiteren finden wir kein weites Spektrum von Krankheiten, wie sie beim Menschen dem AIDS-Virus zugeschrieben werden. Häufige "AIDS"-"Krankheiten" wie Kaposi Sarkom und Demenz (oder auch nur einigermaßen ähnliche Krankheiten) kommen bei diesen infizierten Affen nicht vor.

Auch Thomas, Mullis und Johnson (1994) bestätigen, daß es so etwas wie eine 10-jährige Latenzperiode bei Affen offenbar nicht gibt. Wenn Affen tatsächlich einmal an etwas erkranken sollen, was nach "Immunschwäche" aussieht, sei dies im übrigen damit erklärbar, daß das Immunsystem von Laboraffen ohnehin immer gestört sei - im Gegensatz zu wild lebenden Affen, bei denen derselbe "SI-Virus" keinerlei Immunschwäche bzw. AIDS-definierende Krankheiten hervorrufe. (Diese Ausführungen machten die Autoren gegenüber Leserbriefschreibern, die auf den vorangegangenen Artikel What causes AIDS? it´s an open question" erzürnt reagiert hatten). Aus alledem wird ersichtlich, daß SIV absolut ungeeignet ist, den Wirkungsmechanismus von HIV zu erklären oder zu beweisen (eher ist das Gegenteil der Fall). All diese verzweifelten Versuche, arme Affen so lange zu quälen bis sie endlich ein bißchen "AIDS" bekommen, sind ein besonders ekelhaftes Kapitel der sog. AIDS-Wissenschaft.

Vergleiche auch Tierversuche und Krebs
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